„Bei Faymann“ auf DVD

beifaymanndvdcoverLetzte Ausfahrt Weihnachtsgeschenk: „Bei Faymann“ ist (nach 59 Terminen in 3 Monaten) abgespielt, ab jetzt gibt es diese Ausgabe unserer Puppenshow nur noch auf DVD. Feistes Bonusmaterial inklusive.

Jetzt im sortierten Fachhandel, an der Kassa im Rabenhof, oder im Online-Shop von HOANZL erhältlich.

Premiere: „Bei Faymann“

Josef Pröll und Werner FaymannNach dem sensationellen Erfolg des Rabenhof-maschek.-Puppentheaters (nach den Entwürfen von Starkarikaturist Gerhard Haderer), dem Österreichischen Kabarettpreis 2007, einer NESTROY-Nominierung, sowie einer Fernsehfassung mit Top-Quoten auf ORF 1, kommt nun endlich die langersehnte neue Puppenshow!
Die maschek.-Haderer-Politpuppenregierung amtiert wieder im Gemeindebau Theater! Mit allen Stars der österreichischen Politprominenz und natürlich auch internationalen Gästen – inklusive päpstlichem Segen.
Es kommen: Nicolas Sarkozy, Papst Benedikt XVI. und natürlich alle Top-Stars der heimischen Polit-Szene – allen voran das Dream-Kuschel-Team Josef Pröll & Werner Faymann. Als Special-Guest in 16:9 erscheint Christian Konrad.
Sie werden wieder singen, springen und tanzen und dem Publikum die Lachtränen in die Augen treiben.
mit: maschek. (Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun, Robert Stachel)
Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Buch: Peter Hörmanseder
Ausstattung: Gerhard Haderer
Puppenbau: Brigitte Schneider
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger

Premiere: 15. September

Preise: € 24,- / 12,-

PS: Viele Vorstellungen sind schon vor der Premiere ausverkauft, also schnell hin zur Rabenhofseite und Karten reservieren (mittlerweile gehts auch mit Firefox und Mac)!

„Gusenbauer, der Lieblingspolitiker“ (Oberösterreichische Nachrichten)

Gusenbauer, der Lieblingspolitiker (Oberösterreichische Nachrichten, 11.11.2008)

Sie synchronisieren in „Dorfers Donnerstalk“ Politikergespräche, zeigen mittels Puppentheater, was „Bei Schüssels“ los ist, und ihr Kabarett-Programm heißt „maschek.redet.drüber“. Die OÖN sprachen mit Peter Hörmanseder (38), dem maschek-Drittel aus Wels.
OÖN: Was bedeutet der Name „maschek“? (mehr …)

Wiedereröffnung Rabenhof Theater

Am 17. September beenden sowohl das Rabenhof Theater, als auch die gut erholten Herren von maschek ihre Sommerpause.
Zumindest der Rabenhof wurde innen renoviert.
maschek sieht außen immer noch relativ ähnlich wie zuvor aus.

Nichtsdestotrotz gibts am 17. September ein kleines Potpourri diverser Rabenhof-Herbstproduktionen unter begleitender und moderierender Mitwirkung von maschek.
Die eine oder andere vom Original Wiener Praterkasperl geführte Handpuppe, bekannt aus Puppenspielen wie „Bei Schüssels I-II 1/2“ sowie „Beim Gusenbauer I-I 1/2“ wird letzmals der Öffentlichkeit präsentiert, ehe sie in den verdienten Vorruhestand gehen darf/dürfen.

Theater im Rabenhof
Rabengasse 3
1030 Wien
Mittwoch, 17. September 2008

Der Standard blickt voraus.

maschek.redet.drüber auf Tour in ganz Ö

maschek. machen nach ihren Ausflügen in die Puppenwelt und ihrem Theaterstück Das maschek.Patent (noch bis Februar im Rabenhof) im Februar 2008 wieder ein paarmal je einen Abend lang das, womit sie sich von der anarchistischen Medienguerilla der späten 90er Jahre in die Fernsehschirme und YouTube-Accounts des Landes hineingespielt haben: sie reden drüber, übers Fernsehen. Bekannte Clips aus „Dorfers Donnerstalk“ werden ebenso wiederzusehen sein wie brandaktuelles oder auch bislang unveröffentlichtes Material.

„Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht“ auf DVD

Unsere Puppensatire ist bis auf weiteres abgespielt, insgesamt waren wir exakt 100 Mal mit den Haderer/Heigl-Puppen und dem Original Wiener Praterkasperl auf der Bühne, mit zwei Stücken in insgesamt 5 verschiedenen Variationen.

Und/aber: Die letzte Ausgabe erscheint in diesen Tagen auf DVD: „Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht!“

Darauf enthalten ist die komplette Theaterfassung (im ORF wird Ende Dezember eine gekürzte TV-Version laufen, siehe hier) sowie haufenweise Bonusmaterial, unter anderem ein Blick hinter die Puppenkulisse, Gusenbauers Originalaufnahme mit der Kamerakappe aus „Bei Schüssels“ und die Puppenvideos aus der ORF-Sendung „Was gibt es Neues?“

Zu erwerben gibts das Teil spätestens ab Mitte Dezember im einschlägigen Fachhandel um 19,99 Euro.

Und so gefällt es Sebastian Fasthuber.

„Beim Gusenbauer“ auf ORF1: „Ein Lachschlager mit Aussage“

Am 27. Dezember wirds – etwas sehr spät für Frühschläfer – unseren Puppenkanzler im ORF zu sehen geben.

Hier in guter alter Copy-Paste-Tradition der offizielle ORF-Pressetext, Stimmparodisten inklusive:

22:40 Donnerstag Nacht Spezial
Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht
Untertitel (VPS 22.40)
Von und mit maschek
Das Puppentheater um heimische Politgrößen lief bei ständig ausverkauftem Haus im Wiener Rabenhof. Im besten Volkstheater-Stil zieht diese Farce alle Register von Satire und Blödelhumor. Ein Lachschlager mit Aussage, brillant dargebracht von Puppenspielern und den Stimmparodisten maschek.
Alfred Gusenbauer versucht seinen Ansprüchen als Bundeskanzler gerecht zu werden, während um ihn herum alles intrigiert: der Ex-Kanzler, der Vizekanzler, die Gesundheitsministerin, aber auch Wiens Bürgermeister, der eigentlich die Fäden zieht. Da kommen Gusi die Gasverhandlungen mit Vladimir Putin gerade recht! Als aber alles nicht so läuft wie geplant, muss ihm ein kalifornischer Gouverneur zur Seite stehen.
(Wh. im Nachtprogramm, ORF1)
4:15 Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht
Untertitel (VPS 04.15)
(Wh. v. Donnerstag)

Und hier ein kryptischer Text aus dem tv-Media.

maschek beim Nestroy Theaterpreis 2007

Der ORF hat uns für die diesjährige Übertragung der Nestroy-Verleihung beauftragt, eine Jurysitzung zu dokumentieren, in der die Preisträger nominiert werden. Ausgestrahlt am 24. 11. in ORF2. (Quellmaterial: „Russisch für Anfänger“ mit Lisa Schüller)

Das Ergebnis steht jetzt auf YouTube.

Übrigens: Als dann der Spezialpreis vergeben wurde (für den wir gemeinsam mit den Praterkasperln für „Beim Gusenbauer“ nominiert waren), waren wir schon wieder im Rabenhof. Für das Team waren Rabenhof-Direktor Gratzer, Praterkasperl Thomas Ettl und der Puppengusenbauer anwesend.

Kabarettpreis

kabarettpreiswienweb1.jpg

Wir haben gestern den Programmpreis des Österreichischen Kabarettpreises für „Beim Gusenbauer“ erhalten.
Der Preis in ideeller Form geht von unserer Seite her an sämtliche Beteiligte, da die Aufführungen nur mit uns – im wahrsten Sinne des Wortes – niemals stattgefunden haben könnten.
Der Preis in materieller Form in der Höhe von € 3.000,- geht von unserer Seite an die Initiative Ehe ohne Grenzen.
Ehe ohne Grenzen fordert den Respekt und den Schutz der Republik Österreich für binationale Familien, die rechtliche Gleichstellung von binationalen mit österreichischen Paaren und die durchgehende Wahrung der Menschenrechte in der Fremdenpolitik dieses Landes.

Der Puppenbürgermeister Häupl hat im Anschluss an die Preisverleihung versucht, den Preisgeldstiftern von der Wien Energie einen weiteren Zuschuss zu unserer Spende herauszu..äh…pressen. Wir halten Sie auf dem Laufenden, ob und in welcher Höhe ihm das gelungen sein wird.

Sie können Ehe ohne Grenzen jederzeit selbst finanziell unterstützen:
BAWAG, BLZ 14000, Kto-Nr. 0191 0810 312

„Gusenbauer ist Homer Simpson“ (Falter)

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Nach dem Puppenspiel-Blockbuster „Beim Gusenbauer“ nimmt sich das Synchronisationstrio maschek in seinem neuen Programm „Das maschek.Patent“ der New Economy an. Ein Gespräch über Erfolg und Selbstausbeutung, über Anfragen für Firmenfeiern und das Humorpotenzial von Hitler und anderen heimischen Politikern. (Klaus Nüchtern)

Falter 46/2007 vom 14.11.2007
(mehr …)

Trailer für „ROH“ auf Okto

Unsere Puppen machen Werbung für die Nachrichtenergänzung „ROH“ auf dem Wiener Community TV Okto.

zum Artikel auf der ROH-Homepage
zum Video auf YouTube

„Beim Gusenbauer“ Fernsehaufzeichnung

Liebe maschek-FreundInnen,

Wenn Sie unser Puppentheater „Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht“ noch live sehen möchten, dann haben Sie am 6. November die letzte Gelegenheit dazu. Danach gehen die Puppen für längere Zeit in die Kiste.

Am 6. November sind nämlich ein unwiderruflich letztes Mal zwei Zusatzvorstellungen angesetzt, die gleichzeitig auch fürs Fernsehen aufgezeichnet werden. Beginn ausnahmsweise um 18 Uhr und um 21.30 Uhr.

Also schnell sein und gleich heute oder morgen im Rabenhof buchen: online unter www.rabenhof.at oder telefonisch unter 01/ 712 82 82

Wir freuen uns auf die Lachsäcke und Claqueure unter Ihnen und verbleiben
in Demut
maschek.

PS: Am 20. November hat dann schon unser neues Stück „Das maschek.Patent – Eine Weltidee“ Premiere im Rabenhof. Ganz ohne Puppen und fast ohne Österreichbezug.

Krawuzikapuzi (Doris Knecht)

Kurier-Kolumne
Wenn man in das Theater im Rabenhof geht, um sich das maschek-Puppentheater „Beim Gusenbauer“ anzusehen, erwartet man nicht unbedingt, dass Jörg Haider auch da ist. Aber krawuzikapuzi: Das ist unzweifelhaft der Kärntner Landeshauptmann, der da in hübscher, junger Begleitung zweite Reihe Mitte sitzt. Grau ist er geworden, aber nicht weniger braun: Haiders Brasilien-Teint überstrahlt selbst das leuchtende Rosa seines Hemdes.
„Beim Gusenbauer“ gehen alle Witze auf Kosten von SPÖ, ÖVP und KHG, was Haider köstlich zu amüsieren scheint; logisch einerseits. Aber andererseits gehen „beim Gusenbauer“ alle Witze auf Kosten von SPÖ, ÖVP und KHG, was Haider furchtbar wurmen muss: Es gibt in mascheks stets ausverkauftem Polit-Kaspertheater nicht nur keine Jörg-Haider-Puppe, Haider ist überhaupt kein Thema. Offenbar spielt Haider abseits der humoristischen Abweichung Villacher Fasching im politischen Kabarett keine Rolle mehr: das BZÖ ist außerhalb Kärntens selbst für einen Witz zu irrelevant.
Gusenbauer, Bures, Häupl, Schüssel, Molterer, Khol, Grasser und der Geist von Kreisky selig dagegen geben hinreißende Witzfiguren ab und werden von den drei Herren von maschek erbarmungslos zerkasperlt. Und während der Kanzler bisher nur seine Lebensgefährtin in den Rabenhof geschickt hat, soll der Wiener Bürgermeister, der im Stück als weinseliger Rabiator dargestellt wird, sich erst letzte Woche prächtig unterhalten haben und anschließend seiner Rolle auch hinter der Bühne überaus gerecht geworden sein. Haider aber ist nach der Vorstellung gleich verschwunden.

Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht

gusenbauer

Mal schaun, ob die Regierung dann noch besteht. Auf jeden Fall wird unser Kasperlstück „Beim Gusenbauer“ fortgesetzt, aktualisiert und um einige neue Puppen erweitert.
Wie immer im Rabenhof Theater, wie immer mit den Godfathers of Puppeteering, dem Original Wiener Praterkasperl und wie immer auch mit den drei Tenören von maschek.

maschek als 3 Tenöre

Beim Gusenbauer –
Jetzt erst recht!

28. – 30. September
1., 5.-7., 11.-14., 19.-24., 26.-28. Oktober
Beginn: 20:00 Uhr
Preise: € 20,- / 10,-
www.rabenhof.at

neue Termine im Rabenhof, Donnerstalk heute live auf ORF1

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir freuen uns narrisch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der Rabenhof bereits alle Karten zu unserem Puppenstück „Beim Gusenbauer“ ausverkauft hat.

Daher werden neue Termine „aufgemacht“, wie wir in der Branche sagen. Wir spielen zusätzlich am 10., 11., 17., 18., 24. und 25. Juni im Rabenhof Theater in Wien-Erdberg. Karten kann man ab sofort telefonisch reservieren: 01/712-82-82

Dazu kommen wir mit den Puppen am 29. und 30. Mai in den Posthof nach Linz und am 21. und 22. Juni in die ARGE nach Salzburg.

Heute abend starten wir in die neue Staffel von „Dorfers Donnerstalk“. Ab sofort wird einmal monatlich, schon um 21:05 und vor allem live drübergeredet – wie gehabt auf ORF1. Diesmal über Grassers neuen Job und die Kuba-Krise der BAWAG.

Wär lässig, wenn Sie irgendwo dabei wären.

mfG
maschek.

Die Maschekseite – etymologisch

Andrea Maria Dusl gibt in ihrem Blog einem Leser und maschek-Besucher Auskunft über die Herkunft unseres Namens, das sollte hiermit also ein für alle Mal geklärt sein:

Liebe Frau Andrea, gestern waren wir im Rabenhof und lachten uns krumm, als die Synchronisiertruppe Maschek Gusi und die anderen Puppen tanzen liess. Maschek ist doch tschechisch, das heisst doch was unanständiges, aber was? Sicher wissen Sie Rat, frägt Ihr Florian Possanner, Alsergrund

Lieber Florian, obwohl es naheliegend wäre und auch so klingt, kommt der Begriff “Maschek”, den die drei Originaltonzerstörer Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel ‘maschek’, also klein geschrieben wissen wollen, nicht aus dem Tschechischen, und nicht aus dem Unanständigen, sondern über den Wiener Dialektausdruck “Maschekseiten” (von hinten, über die Irxen) aus dem Ungarischen. In den tiefen Ebenen hinter den langen Lacken heisst másik: die, der, das andere. Die másik-Seite ist magyarisch genau genommen ‘die andere Seite’. Másik, wegen des ungarischen “s” ‘maschik’ ausgesprochen, kommt von einem noch kürzerem ‘más’ (anders), mit dem die Ungarn mássenhaft andere Begriffe bilden: másol (kopieren) zum Beispiel oder másfél (anderthalb), máshol (anderswo), máskor (ein andermal), másnap (andernags), másképpen (anderswie) máskent (anders) und másmilyen (anders geartet). Die Sache ist also nicht böhmisch, sondern ‘a dolog másképp áll‘ – anders beschaffen, nämlich magyarisch. Während meiner Schulzeit im Wasagymnsasium war das durchaus verwirrend für mich, denn Maschek war der Name des sportlehrernden Kustoden des Turnkammerls. Und mit ihm des östlichen Teils des Schulgebäudes. Erinnert sich Duszl Másik Mizzi.

„perfekt in ihrem Kunsthandwerk“ (OÖ Nachrichten)

POLITTHEATER: Wurschtl im Kanzleramt

„Beim Gusenbauer“
Respektlos von der maschek-Seite

Zweimal waren die vom Karikaturisten „Hades“ entworfenen Puppen „Bei Schüssels“ zu Gast. Nun sind sie „Beim Gusenbauer“ im Kanzleramt, und der heißt sie „Willkommen in der Sandkastenrepublik!“. Das dramaturgisch noch nicht ausgereifte Politpuppentheater verknüpft zwei Handlungsstränge: Die ÖVP sucht ihre Zukunftshoffnung und findet sie auch in der Person von Alfred Gusenbauer. Der möchte ein beliebter Volkskanzler sein und wird sogar mit Bruno Kreisky konfrontiert: Er hüpft aus dem Bilderrahmen, um das sozialdemokratische Erbe zu retten. Gusi, nicht ganz abgeklärter Staatsmann: „Kummt was von der Basis, waß i, dass des ein Sch… is“. Von der Respektlosigkeit lebt das politische Theater. Die drei Herren von der maschek-Seite sind perfekt in ihrem Kunsthandwerk und am 29. und 30. Mai auch im Linzer Posthof anzutreffen. (reiterer)

OÖnachrichten vom 13.04.2007

„trashiges Kasperltheater kommt frisch und frech daher“ (Die Presse)

Ein bisserl regieren halt

IRENE ZÖCH (Die Presse)

„Beim Gusenbauer“ treten Kasperlfiguren mit den Stimmen von „maschek“ auf.

Die Füße auf dem Schreibtisch, sitzt er etwas gelangweilt in seinem nagelneuen Büro: So richtig weiß Bundeskanzler Gusenbauer nicht, was er dort eigentlich mit seiner Zeit anfangen soll. Sein Wahlversprechen, endlich wieder einen Roten ins Bundeskanzleramt zu bringen, hat er schon erfüllt. Was nun? Auch die Suche nach einem griffigen Titel für des Kanzlers erste Autobiografie hat sich schnell erschöpft. Einziger Ausweg: „Ja, dann regier‘ ma halt mal ein bisserl.“

Nach „Bei Schüssels I + II“ hat sich das Trio „maschek“ – bestehend aus Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel – nun Alfred Gusenbauer in seinem neuesten politischen Puppenspiel in guter alter Kasperltheatermanier vorgeknöpft. In „Beim Gusenbauer. Willkommen in der Sandkastenrepublik“, das derzeit im Wiener Rabenhof-Theater zu sehen ist, werden die Regierenden konsequent durch den Kakao gezogen (Regie: Thomas Gratzer).

Den gelungenen Karikaturen von Österreichs Mächtigen – die Puppen wurden von Ana Maria Heigl nach Entwürfen Gerhard Haderers gestaltet – verleihen „maschek“ ihre Stimmen. Gusenbauer, Schüssel, Molterer & Co. werden von der Truppe des Original Wiener Praterkasperls bedient.

Schon zum Auftakt der Politsatire wird klar, wer im Kanzleramt heimlich die Fäden zieht. Wolfgang Schüssel hat keine Lust, Gusenbauer das schmucke Büro zu überlassen. Aus der verborgenen Dollfuß-Gedächtniskapelle flüstert er ihm Vorschläge ein und versetzt ihm notfalls einen Dolchstoß. Wenn Schüssel seine „Schweigenummer“ abzieht, dann kann der „lebende Kompromiss“ Gusenbauer nur klein beigeben.

Auch der bemitleidenswerte Wilhelm Molterer im Trachtenjanker, der es einfach nicht schafft, sich als die Zukunftshoffnung der ÖVP zu präsentieren, zieht Gusenbauer ständig über den Tisch. Michael Häupl konsultiert sowieso lieber Professor Zweigelt, wenn Gusenbauer nächtliche Verhandlungen mit „Barolo“ führt. Da müssen schon Übervater Bruno Kreisky und Gusenbauers Juso-Spiegelbild erscheinen, um den Kanzler an seine Prinzipien zu erinnern.

Worte mit Wiedererkennungseffekt

Verglichen mit den üblichen Kabarettprogrammen kommt das trashige Kasperltheater ziemlich frisch und frech daher. Mit zwei Mal 45 Minuten ist es zwar etwas lang geraten, einige Szenen könnten bedenkenlos weggelassen werden. Dass so manche Pointe etwas derb ist, damit ist bei einem Volksspiel zu rechnen. Wenn die Dialoge fallweise bekannt klingen, hat das einen Grund: Sie stammen von Gusenbauer höchstpersönlich. Die besten Geschichten schreibt halt doch die Politik – und umso absurder wirken die Geschehnisse der „Sandkastenrepublik“ dann auf der Guckkastenbühne.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 13.04.2007) © DiePresse.com

„Flugversuche – in den Orkus“ (Der Standard)

Flugversuche – in den Orkus
Bitterböse: Das Puppenspiel „Beim Gusenbauer – Willkommen in der Sandkastenrepublik“ im Rabenhof-Theater

Wien – Über Michael Häupl, von den Konferenzen mit Prof. Zweigelt ziemlich feist mit Doppelkinn gezeichnet, lässt sich trefflich lachen: Er hat zumindest sein sozialdemokratisches Herz am rechten Fleck. Alfred Gusenbauer hingegen, der den letzten Abend „mit dem Barolo“ verbrachte, lacht man unentwegt aus: Das Maschek-Trio zeichnet ihn im Rabenhof als VP-Zukunftshoffnung, die andauernd selbstverliebt über den Titel der ersten Autobiografie sinniert.

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„Premierenerfolg für Gusenbauer-Puppentheater“ (ORF Ö1)

Premierenerfolg für Gusenbauer-Puppentheater

Link zum Artikel und Radiobeitrag

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Beim Gusenbauer – Willkommen in der Sandkistenrepublik!

Ab 11. April im Rabenhof:

BEIM GUSENBAUER
Willkommen in der Sandkistenrepublik!

102 Tage Koalitionsgespräche und 90 Tage Regierung sind genug, ab 11. April ist Ende der Schonfrist!

Die Rabenhof-Puppen-Truppe Haderer-maschek.-Praterkasperl startet in die nächste Dimension: Obwohl Kreisky sich im Grab umdreht, gibt es eine neue Kanzlerwohnung, neue Puppen, neue Koalitionsprobleme! Oder bleibt bei der schwarzen Regierung mit rotem Kanzler doch alles beim Alten?

Wir wagen einen ersten Blick auf die neue Regierungstruppe: Ob Schüssels Erbe bereits verjuxt ist, die Jusos noch immer am Ballhausplatz demonstrieren, Gusenbauers Schlüsselministerien die Republik bereits umgebaut haben oder der Kinderspielplatztraum doch nur auf Sand gebaut war…

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„vom Insidertipp zum absoluten Kult“ (TV Media)

TVMedia, Dezember 2006: „Maschek: Kasperl auf Koks und Familie Petz in der Schuldenfalle“

Satire-TV. Die drei Synchron-Anarchos des ‚Donnerstalk‘ sind selbst Stars geworden.

Innerhalb kurzer Zeit wuchsen sie durch Dorfers Donnerstalk (diesmal mit Jahresrückblick Nr. 1 von 2 im ORF) vom Insidertipp zum absoluten Kult: die Mediensatiriker Maschek.

Wenn UHBP am Opernball die Herrschaft des Guten ausruft, der Kasperl plötzlich auf Koks ist oder der Exekutor zu Familie Petz kommt, dann haben Hörmanseder/Salamun/Stachel zugeschlagen und neue Texte über bekanntes TV-Material gelegt. „Die wichtigste Arbeit passiert im Archiv, wo wir Tausende Stunden Material sichten“, so Hörmanseder. Und die Arbeit wird immer mehr. Wegen der angestrebten Weiterentwicklung will das Trio künftig auch internationales TV-Material verwerten (ein entsprechendes Liveprogramm kommt im Herbst ’07), vielleicht sogar einmal Spielfilmszenen hinterfotzig neu synchronisieren. Ebenfalls fix: ein frisches Puppenprogramm zur neuen Bundesregierung.

Internet-Hype. Wer die Highlights von Maschek sehen will: Unter www.youtube.com gibt’s viele Kult-Clips, die schon hunderttausendfach abgerufen wurden.

„Neue Fairness: Gusi stiehlt nicht mehr“ (Der Standard)

Neue Fairness: Gusi stiehlt nicht mehr

Politsatire „Bei Schüssels II“ im Rabenhof: Mit Wolfgang Schüssel, weiterhin furzend – Neu dabei: HPM und Vera Russwurm

Wien – Auch wenn der Titel es suggeriert: Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt ist kein Sequel der erfolgreichen Rabenhof-Produktion, die im Februar zur Uraufführung gelangte. Das bitterböse Kasperltheater von Peter Hörmanseder und seinen beiden maschek-Kollegen wurde lediglich aktualisiert. Was zur Folge hat, dass der Plot etwas unlogisch ist.

Nach wie vor steigt Alfred Gusenbauer bei Schüssels ein, um Munition fürs Dirty Campaining zu sammeln, nach wie vor hält er es für ein Verbrechen, Rotwein am Häusl einzulagern, wo Andreas Khol hockt, und nach wie vor wird er abgewatscht. Er kommt aber nicht mehr ganz so schlecht weg: Zumindest die Szene, in der er dem Kanzler Geld stiehlt, wurde gestrichen.

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Sämtliche Beteiligte der Kasperlstücke

Mit:
maschek. –
Peter Hörmanseder
Ulrich Salamun
Robert Stachel

Puppenspiel:
Original Wiener Praterkasperl –
Thomas Ettl
Marcus Siebert

Idee & Regie:
Thomas Gratzer

Buch:
Peter Hörmanseder

Ausstattung:
Gerhard Haderer

Bühne:
Erich Sperger

Musik:
Eva Jantschitsch

Skulpturales Design & Puppenproduktion:
anaMaria Heigl

Dramaturgie:
Nora Hertlein
Roman Freigaßner
Matthias Jodl

Assistenz:
Nora Hertlein
Alexander Lugmayr

Puppenassistenz:
Sara Fazia Mercadante
Oliver Stangl

Technische Leitung:
Chris Thaler

Licht:
Harald Töscher

Ton:
Markus Urban

Bühnentechnik:
Christoph Bartsch
Thomas Ruzicka

„Mein hölzernes Herz versprüht mehr soziale Wärme“ (Der Standard)

Wir waren mit den Puppen aus „Bei Schüssels“ zum Chat beim „Standard“ eingeladen.

Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt

Ab Sonntag im Rabenhof:
„Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt“

Wolfgang und Krista „Gigi“ Schüssel hatten im Frühjahr die europäische Polit-Elite zu Gast im bescheidenen Hietzinger Puppenheim. Nach Ende der österreichischen EU-Präsidentschaft geht unser Kasperltheater in die nächste Runde: „Jetzt wird gewählt“. Vera Russwurm, Hans-Peter Martin und Peter Westenthaler verstärken die Puppenmannschaft.

(Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: Wer „Bei Schüssels“ im Frühjahr schon besucht hat, kriegt die bewährtesten Ausschnitte nochmal und dazu jede Menge neue Szenen zu sehen.)

von und mit: maschek.
Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Ausstattung: Gerhard Haderer
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger
Skulpturales Design und Puppenproduktion: Ana Maria Heigl

Rabenhof, Rabengasse 3, 1030 Wien.
Premiere: 17. September 2006
Termine: 18., 19., 21,- 26., 28.-30. September 2006
13., 14., 21., 22., 23. Oktober 2006
Beginn: jeweils 20:00 Uhr
Preise: EUR 20,- / 10,-

Polit-Paparazzi auf der Puppenbühne (UNIQUE)

„Im Vorfeld versprechen die drei Mediensatiriker (zuletzt auch regelmäßig zu Gast bei Alfred Dorfers TV-Sendung „Dorfers Donnerstalk“), sogar noch gnadenloser als britische Revolverblätter in die Privatgemächer des österreichischen Schweigekanzlers einzudringen. Und dieses Versprechen wird eingehalten.“ (UNIQUE – Magazin der ÖH Uni Wien / Martin Wolf: Polit-Paparazzi auf der Puppenbühne)

„Besonders unerträglich“ (kabarett.at)

„Schräge Situationskomik und vordergründige Albernheiten ergeben noch keine abendfüllende Polit-Satire. Besonders unerträglich wird es, wenn ‚maschek.‘ verzweifelt versuchen, die Dialoge mit flachen Kalauern aufzupeppen.“ (kabarett.at / Peter Blau: Traurige Blähungen des Bundeskasperls)

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„Wie witzig: Schüssel furzt“ (Der Standard)

Wie witzig: Schüssel furzt

Kasperltheater für Erwachsene im Rabenhof: Die Gossip-Politsatire „Bei Schüssels“

Der Rabenhof erinnert sich einer Wiener Tradition – und macht ein Kasperltheater für Erwachsene. In der Gossip-Politsatire „Bei Schüssels“ erheitert aber nur das Krokodil: „Gusi“ als Volltrottel.

Wien – Wie es Bei Schüssels zugeht, ist schnell erzählt: Gigi macht Yoga und einen Aufstand, wenn ihr furzender Wolfi einen Boogie klimpert. Sie nennt ihn Zwerg, weil er gegen eine Familienaufstellung ist. Aber ob sie mit dem Andreas, der am Klo hockt, etwas hat, bleibt ungeklärt.

Die Nina Blum wird nur erwähnt, auch Sohn Daniel fehlt im trauten Heim. Der KHG jedoch kommt beichten, weil er in Brüssel einer Superreichensteuer zustimmte, die der Silvio nicht akzeptieren kann: Berlusconi taucht als Mafiapate bei Schüssels auf – und tauscht nebenbei Tirol gegen die Insel Lampedusa ein.

Überhaupt: Das Schlüssellochdrama von Peter Hörmanseder, der mit seinen beiden maschek-Kollegen das niedliche Puppenspiel im Rabenhof live synchronisiert, verhandelt eher große Politik denn innenpolitische Stricklieslgeschichten. Denn im kleinbürgerlichen Wohnzimmer des Kanzlers, von Erich Sperger liebevoll eingerichtet, geben sich Europas Mächtige die Klinke in die Hand.

Der dadurch geadelte Wolfi steigt, auch wenn er die Merkel für eine polnische Putzfrau hält, eigentlich gut aus. Zu gut sogar: Bei Schüssels liefert den schlagenden Beweis, dass der Kanzler Recht hat, wenn er schweigt. Denn jeder Konfliktpartner, egal ob Gigi oder Khol, zerbricht daran.

Auch der von Neid erfüllte, wegen seines Unvermögens flennende Gusi: Mit versteckter Kamera unter der Pelzmütze war er in die Wohnung eingedrungen, um sich Infos für den Wahlkampf zu verschaffen. Doch Überraschungsgast Wladimir hält den patscherten Lügner und dreisten Dieb für einen Terroristen. Und so ist Gusi auf die Hilfe des Kanzlers angewiesen, der Putin vom Abmurksen abhält: „Das ist mein Oppositionsführer! Den brauch ich noch!“

Diese Szene – Gusi, das Krokodil, versucht sich immer wieder zwischen Putin und Schüssel zu drängen und wird von beiden nebenbei ganz furchtbar abgewatscht – ist sicher der Höhepunkt der Politsatire: Auch wenn Regisseur Thomas Gratzer mit viel videotechnischem Aufwand Frank-Castorf-Theater im Mikroformat versucht, trägt der Plot keine 90 Minuten.

Viele Gags sind plump (Seipel will Gigis Opernballkleid als Vogelscheuche zur Bewachung der Saliera ankaufen) oder haben einen Bart. Die grandios gelungenen Puppen aber, angefertigt von AnaMaria Heigl nach Entwürfen von Gerhard Haderer, entschädigen für die Leerläufe. Und auch bei Wolfis Diashow – Putin winselt um Gnade – muss man lachen: Die Zeichnungen des Karikaturisten brauchen eben keinen Kommentar.

Von Thomas Trenkler
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.2.2006)

Link zum Artikel

BEI SCHÜSSELS – The Official European Puppet Porn

Ab 21. Februar im Rabenhof:

BEI SCHÜSSELS
The Official European Puppet Porn

von und mit maschek.

Eine Alt-Wiener Tradition wird im Erdberger Boulevardtheater wiederbelebt: Kasperltheater für Erwachsene.

Gerhard Haderer und maschek dringen – gnadenloser als die Yellow Press – in die Privatgemächer des österreichischen Schweigekanzlers vor. Als Stargäste haben sich neben Angela Merkel auch Silvio Berlusconi und Vladimir Putin bei Schüssels angesagt.

Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Ausstattung: Gerhard Haderer
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger
Skulpturales Design & Puppenproduktion: Anamaria Heigl

„Blaue Wunder, schweigende Wälder“ (Der Standard)

Von Christian Schachinger (Der Standard, 16. Februar 2006) (LINK zum Artikel)

Blaue Wunder, schweigende Wälder
Die Kabarettisten maschek. deuten im Kasperltheater „Bei Schüssels“ das Privatleben unseres Bundeskanzlers

Wien – Die entscheidende Frage lautet nicht, ob der österreichische Bundeskanzler witzig ist. Noch für jeden, der sich in die Auslage stellt, hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte jemand gefunden, der das zum Zerkugeln findet. Die weitaus interessantere Frage lautet laut Peter Hörmanseder: „Worüber lacht Schüssel? Wer das weiß, gewinnt eine Eintrittskarte.“

Noch präziser formuliert: Wie weit kann man gehen, und Wolfgang Schüssel lacht noch immer? Immerhin versteinern selbst langgedienten Politprofis in der ersten Reihe beim Villacher Fasching regelmäßig die nach oben gezogenen Mundwinkel.

Tiefe Witze

Freilich ist es so, dass das Wiener Trio maschek. im Gegensatz zu den Kärntnern definitiv die besseren, manchmal aber auch ebenso tiefe Witze zu bieten hat. Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel kommen aus dem beinharten Geschäft der Fernsehnachrichten. Und dort, wo man in der inszenierten Realität traditionell immer schon nach der Wahrheit graben musste, wird es schnell einmal abgründig.

Mit Programmen wie maschek.redt.drüber und zuletzt dem brüllend komischen The Great Television Swindle stellten die drei Mittdreißiger einer tieferen Wahrheit hinter bekannten Nachrichtenbildern nach, indem sie diese neu montierten und mit neuen Dialogen und Texten versahen. Einer breiteren Öffentlichkeit dürften die bekennenden Fernsehsüchtigen (Mach dein Hobby zum Beruf!) dank ihrer regelmäßigen Gastrolle bei Alfred Dorfers Donnerstalk auf ORF 1 unvergesslich sein. Immerhin handelt es sich bei maschek. um das einzig witzige Element dieser Sendung.

Kasperltheater

Man erinnert sich etwa mit Freuden an die wunderbare filmische Neuanordnung, wie Benita Ferrero-Waldner beim Münzwerfen gegen Heinz Fischer das Bundespräsidentenamt verliert, obwohl ihr ORF-Münzwerfer Elmar Oberhauser unerlaubt, aber hartnäckig zu helfen bereit ist.

Im nächste Woche im Wiener Rabenhof Premiere feiernden Stück Bei Schüssels verlassen maschek. jetzt erstmals ihr gewohntes Terrain eines technisch aufwändigen Multimedia-Kabaretts. Sie begeben sich auf Anregung und unter der Regie von Rabenhof-Chef Thomas Gratzer nach dem Text von Peter Hörmanseder auch tatsächlich ins Theater – und zwar in jenes, wo der Kasperl das Sagen hat.

Die altehrwürdige Wiener Tradition des Kasperltheaters wird für jung gebliebene Erwachsene wiederbelebt. Und weil die heute alle Denglisch reden und im Internetz surfen, hat das Stück den unglaublich fetzenden Untertitel The Official European Puppet Porn beigestellt bekommen. Die Gestaltung der Puppen kommt vom Linzer Cartoonisten Gerhard Haderer, gespielt werden sie von den Fachleuten vom Original Wiener Praterkasperl. maschek.redt.drüber wie gewohnt: „Es ist ein bösartiges Herumspielen…“

Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel alias maschek. lassen „Bei Schüssels“ die Puppen tanzen: „Wenn Schüssel unter seiner Kleinheit leidet, leidet die Puppe natürlich noch viel mehr.“

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, so wie ihn Cartoonist Gerhard Haderer für das Wiener Rabenhoftheater als Titelheld des Kasperltheaters „Bei Schüssels“ entworfen hat.

Peter Hörmanseder: „Bei Schüssels beschreibt das Privatleben von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Es ist ein bösartiges Herumspielen mit allen mit ihm verbundenen Klischees.“

Robert Stachel: „Es ist klassisches Boulevardtheater. Tür auf, Tür zu. Es wird viel hin und her gerannt: ein Raum, vier Türen, ein Fenster.“

Ulrich Salamun: „Alles wird bespielt!“

Die ersten Proben dienten erst einmal dazu, dass man sich angesichts der lebensnah überzeichneten Puppen vor lauter Lachen wieder fasst.

Stachel: „Die Figuren haben recht schnell ein Eigenleben entwickelt. Wir reden bei den Proben längst mit den Puppen und nicht mit den Puppenspielern. Solange Schüssel so klein bleibt, finde ich ihn echt sympathisch. Dieser Pennälerhumor und dieses Pennälervokabular, das er hat.“

Salamun: „So wie du!“

Hörmanseder: „Die Puppe Schüssel ist ein richtiges Zniachterl und ein Kriacher. Die Puppe ist nicht kleiner als die anderen, wird aber von den Puppenspielern kleiner gespielt. Sie fürchtet sich vor allem und jedem und ist ein echtes Weh. Wie ein Vierjähriger. Schnauze offen und dann: Mama! …

… ,Bundeskanzler Wolfgang Schüssel‘ hat natürlich mit der realen Person absolut nichts zu tun, weil das ja gar nicht zusammengehen würde. Es wäre auch unmöglich, ein Stück herunterzuklopfen, wenn einem die Titelfigur total unsympathisch ist. Man muss eine Mischung finden, die Puppe Schüssel drollig finden, aber dann auch zum Idioten machen.“

Im Rahmen von im Hause Schüssel vorbeischauenden Figuren wie „Silvio Berlusconi“ oder „Andreas Khol“ wird hier nicht die große Welt der Politik nachgestellt. Schon eher geht es ohne Botschaft und Moral, dafür mit reichlich Gelegenheit für unterstützendes Geschrei aus dem Publikum („Wolfi, nicht da hineingehen, da ist der Karl Heinz!“) um kleine alltägliche Probleme bei Kanzlers.

Ob es denn aus dem Kanzleramt schon besorgte Anfragen gegeben habe?

Stachel: „Schweigen im Walde! Der sagt ja sonst auch nie etwas. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich der Alfred Gusenbauer einen netten Abend bei uns erwartet. Aber der wird dann auch sein blaues Wunder erleben!“