Fixgröße im Wiener Stadtleben (Online-Standard)
Online-Standard, 31. 10. 2003
maschek und ein “italienischer Job”
Wie auch aus der Coverstory des dieswöchigen “Falter” ersichtlich, hat sich das Entertainer-Trio maschek mit ihren skurill-intelligent improvisierten “Nachsynchonisierungen” von Fernsehmomenten zu einer Fixgröße im Wiener Stadtleben entwickelt.
Reden wir drüber (Andrea Dusl, Falter)
Und immer sind es saubere Plots, clever gesetzte Gags und die ungeheuerliche Absurdität des Original-Bildmaterials, die nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich auf die andere, die Maschekseite führen. […] Weil es ganz sicher nicht Kabarett ist, woran sich die drei Herren von der anderen Seite abarbeiten, darf mit einiger Sicherheit die These aufgestellt werden, maschek habe mit dem Drüberreden überhaupt ein neues Genre entwickelt. Wenn Fernsehen die Frage war, dann sind maschek die Antwort.
(Andrea Maria Dusl) (weiterlesen…)
November
Im November gehts weiter mit maschek.redet.drüber No.8 und einem Dabeisein im Kunstraum Goethestrasse in Linz.
Werfen Sie - bis es soweit ist - wieder einmal einen Blick auf unser Projekt ‘mikroprominenz’.
Mimesis ans Verblödete (Drehli Robnik)
Versorger (Stadtwerkstatt Linz, Oktober 2003)
Mimesis ans Verblödete: maschek redet drüber
Entscheidend ist dabei allerdings, dass mascheks umdeutendes Drüber-Reden nicht aus der gesicherten Distanz satirischen Besserwissens erfolgt: Nicht aus einem aufgeklärten Außen heraus wird nachsynchronisiert, sondern durch Techniken des Hinein-Steigerns und Sich-Infizieren-Lassens. […] Keine satirischen Anführungszeichen, die sagen würden “Wir sind grundsätzlich schlauer als der Fernseh- und Polit-Irrsinn”, halten uns auf Distanz. Lachen und Differenzierung gibt es nur im Nahkampf, im ansteckenden Intimkontakt mit dem Fernsehbild. Und da geht es nicht um bloßes Versinken und Wohlfühlen im ORF; vielmehr geht das Sich-Hineinsteigern bei maschek immer in einen Gestus des Herausholens über.
(Drehli Robnik)

