The Great Television Swindle - Eine Expedition durch 50 Jahre Fernsehgeschichte
Ab 11. Jänner werden wir unser halbjähriges Schweigen brechen und im Rabenhof Theater das neue Programm geben:
The Great Television Swindle
Eine Expedition durch 50 Jahre Fernsehgeschichte
The Great Television Swindle ist eine De- und Rekonstruktion von Fernsehmaterial, drastische Umdeutung, brachiale Neusynchronisation und verschrobene Montage und Collage. Es bürstet die offizielle Landes- und Fernsehgeschichte Österreichs gegen seine Stromlinienform und entkräftet das Klischee, dass Fernsehen früher besser gewesen wäre.
“In dös Kastl schaut eh keiner eini.”
Julius Raab 1956, über die Zukunft des Fernsehens.
(zit. n. Viktor Ergert: 50 Jahre Rundfunk in Österreich. Residenz-Verlag, Salzburg 1977)
Dass man das Fernsehen “den Roten überlassen” könne, stellte sich schon nach kurzer Zeit als fatale Fehleinschätzung der schwarzen Politik heraus. Der Kampf der ÖVP um die Rückeroberung des österreichischen Fernsehens konnte erst 2000 gewonnen werden, die TV-Geschichte vorher
war nur selten im Sinne der Volkspartei. Damit seine Gesinnungsgemeinschaft im “elektronischen Gedächtnis der Nation” (Monika Lindner über das ORF-Archiv) nachträglich in ein besseres Licht gerückt wird, beauftragt Wolfgang Schüssel nun die Medienagentur maschek, die Irrtümer der Geschichte zu retuschieren - nein, zu korrigieren. Und wir nehmen dankend an.
Dem Anlass entsprechend werden wir uns nach Jahren des faulen Sitzens aus unseren durchgewetzten Fernsehsofas erheben. Und damit wir dann nicht herumstehen wie die Olgötzen, haben wir Ed. Hauswirth vom Theater im Bahnhof dazu gewonnen, uns über die Bühne zu schleifen. Von Halbedelsteinen zu Rohdiamanten.
- Buch, Spiel und Video: maschek. (Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun, Robert Stachel)
- Cheftrainer: Ed. Hauswirth (Theater im Bahnhof, Graz)
- Produktionsleitung und Dramaturgie: Nora Hertlein (Rabenhof Theater)
- additionale Sounds und Visuals: Eva Jantschitsch (Gustav)
- Bühne: Chris Strini-Thaler
- Licht: Edgar Aichinger
- Ton: Martin Murauer
- Think-Tank: Matthias Jodl, Roman Freigassner
- Produktion: Rabenhof Theater