Linz verändert

„Linz verändert“ – Eine historische Fälschung von und mit maschek.

Mockumentary, Dezember 2008.

In dieser Geschichte von Linz wird die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg in eine sowjetisch kontrollierte Nord- und eine amerikanisch kontrollierte Südhälfte geteilt, auch der Staatsvertrag von 1955 bringt Linz die Selbstbestimmung nicht zurück. Erst 1989 kommt unter Gorbatschow die Öffnung, bald darauf die Wiedervereinigung. Doch erst 2009 ist Linz wirklich frei, nachdem Bürgermeister Dobusch die Stadt den Künstlern übergeben hat: „Machts, was ihr wollts!“

Produziert im Dezember 2008 für die Eröffnung der Kulturhauptstadt Linz 2009.

Off-Kommentar:
Harald Posch

Tonaufnahmen:
Markus Urban
René Kornfeld (Innenhofstudios, Wien)

Video auf YouTube (auch in hoher Qualität): Teil 1 und Teil 2
Video zum Download: Quicktime H.264 (30 MB)

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Bart redet drüber

In der großartigen Apple-Verballhornung der jüngsten Simpsons-Folge redet Bart über die Keynote-Speech von „Mapple“-Chef Steve „Mobs“ drüber. Wärmste mshk-Empfehlung!

„Immer freundlich, immer lächelnd“ (Badische Zeitung)

Die „Badische Zeitung“ verweist im ersten Porträt des neuen österreichischen Kanzlers auf maschek (zum YouTube-Clip). Das freut uns:

„Immer freundlich, immer lächelnd“

„Grüß Gott, Grüß Gott. Hihihi. Grüß Gott, wie geht’s? Hihihi.Grüß Gott, Grüß Gott.“ So tönt der neue Österreichische Bundeskanzler in der Synchronisation der Wiener Satirikergruppe „Maschek“. Prägnanter kann man ihn kaum beschreiben. Werner Faymann ist ein ausgesprochen kommunikationsfreudiger, umgänglicher Mensch. Er lacht gerne, er plaudert gerne, er grüßt alle, die seinen Weg kreuzen. (mehr …)

„vortreffliche Mischung aus Videokunst, Kabarett und Politsatire“ (Esslinger Zeitung)

„Alles da, was Rang und Namen hat“

20.10.2008, Esslinger Zeitung

ES-PLIENSAUVORSTADT: Trio Maschek zeigt in der Dieselstraße eine tolle Mischung aus Videokunst, Kabarett und Politsatire

Von Gaby Weiß

Auf der dunklen Bühne steht eine große Leinwand, drei Herren sitzen mit Stuhl, Sofa und Lampe gemütlich am Rand und gucken fern. (mehr …)

Kartenwünsche

Liebe Menschen, die ihr gerne einen Auftritt von maschek besuchen wollt.
Karten gibt es niemals bei uns, sondern immer nur bei den Veranstaltern.
Man findet sämtliche Termine mit direkten Links zu den Veranstaltern in der Terminleiste (rechts).
Manchmal kann es sein, dass eventuell doch kein Link gesetzt wurde, dann sind wir für eine Anregung diesbezüglich gerne offen.
Im Moment sind alle Vorstellungen im Rabenhof ausverkauft, es wird jedoch daran gearbeitet, Zusatzvorstellungen noch in diesem Jahr einzuschieben.
Wir freuen uns sehr über die zahlreichen bettelnden Kartenwünsche, das bestätigt uns darin, dass wir doch nicht ganz daneben liegen mit unserer Arbeit. Vielen Dank fürs Dabeisein wollen. Aber wie geschrieben, sind die Karten direkt bei den Veranstaltern zu errangeln 😉
mit besten Grüßen
maschek.

„Meister der Live-Synchronisation“ (Münchner Merkur)

Kulturbonbon
Wenn Meister der Live-Synchronisation drüber reden

Münchner Merkur, 3. 10. 2008, agm

Garching – Wie? Dem Leser sagen die Namen Peter Hörmanseder (geboren 1970 in Wels), Ulrich Salamun (1971 in Köln) und Robert Stachel (1972 in Wiener Neustadt) nichts? Auch „maschek“ nie gehört? Dabei hat das Trio eine Masche, die in Österreich längst Kult ist: Sie reden drüber – über das Fernsehen. Und das ist wortwörtlich gemeint. Sie sind nämlich Meister der Live-Synchronisation. „maschek“ legt Prominenten und manchmal auch weniger Prominenten Wörter in den Mund, der Sinn des eigentlich Gesagten wird entstellt – und schon folgt ein Lacherfolg dem anderen. Wie beim beliebten Kulturbonbon der Stadt Garching. (mehr …)

Platzhalter

In einem News-Interview mit dem damaligen Bundeskanzler Viktor Klima wurde Klima vor vielen Jahren als „Wappler“ benannt, was die Redaktion damit erklärte, dass eine fertige Interview-Maske vorgelegen sei, bei der vergessen wurde, den Platzhalter „Wappler“ auf „Klima“ zu ändern.
Beim Parteitag der Republikaner vor wenigen Tagen unterlief CNN ein ähnlicher, aber beiweiten nicht so untergriffiger Fehler in punkto Platzhalter.

CNN Platzhalter

„Gusenbauer ist Homer Simpson“ (Falter)

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Nach dem Puppenspiel-Blockbuster „Beim Gusenbauer“ nimmt sich das Synchronisationstrio maschek in seinem neuen Programm „Das maschek.Patent“ der New Economy an. Ein Gespräch über Erfolg und Selbstausbeutung, über Anfragen für Firmenfeiern und das Humorpotenzial von Hitler und anderen heimischen Politikern. (Klaus Nüchtern)

Falter 46/2007 vom 14.11.2007
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„Beim Gusenbauer“ Fernsehaufzeichnung

Liebe maschek-FreundInnen,

Wenn Sie unser Puppentheater „Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht“ noch live sehen möchten, dann haben Sie am 6. November die letzte Gelegenheit dazu. Danach gehen die Puppen für längere Zeit in die Kiste.

Am 6. November sind nämlich ein unwiderruflich letztes Mal zwei Zusatzvorstellungen angesetzt, die gleichzeitig auch fürs Fernsehen aufgezeichnet werden. Beginn ausnahmsweise um 18 Uhr und um 21.30 Uhr.

Also schnell sein und gleich heute oder morgen im Rabenhof buchen: online unter www.rabenhof.at oder telefonisch unter 01/ 712 82 82

Wir freuen uns auf die Lachsäcke und Claqueure unter Ihnen und verbleiben
in Demut
maschek.

PS: Am 20. November hat dann schon unser neues Stück „Das maschek.Patent – Eine Weltidee“ Premiere im Rabenhof. Ganz ohne Puppen und fast ohne Österreichbezug.

maschek: „Politiker sind auch nur Dodln“ (Vorarlberger Nachrichten)

maschek: „Politiker sind auch nur Dodln“

„Vorarlberger Nachrichten“ Nr. 148 vom 29.06.2007

VN-INTERVIEW: „maschek“ synchronisieren TV-Beiträge neu – und sorgen so für Lacher

Die Wiener Mediensaboteure „maschek“ reden drüber – im wahrsten Sinne.

MARTIN GANTNER

VN: Was macht den Erfolg, den Reiz von „maschek“ aus?

Stachel: Dass es von der Form her so einfach ist. Jeder hat schon einmal über Fernsehstimmen drübergeredet. Stichwort youtube.com: Die Leute machen das ja auch nach. Das macht uns großen Spaß, weil wir sehen, dass wir andere inspirieren.

VN: Kann man über unsere Politiker mehr lachen als über andere?

Stachel: Die Politiker sind sicher nahbarer, als etwa in Deutschland. Schlüsse auf den Charakter sind da leichter zu ziehen. Und das ist ja gerade das Spannende. Die politischen Botschaften interessieren weniger. Uns geht es darum zu zeigen: Politiker sind auch nur „Dodln“. Das macht sie ja auch menschlicher.

VN: Gibt’s Feedback von Politikern?

Stachel: Nein, überhaupt nicht. Es interessiert uns aber auch nicht. Wir treten für uns und fürs Publikum auf. Wir sind weit entfernt von einem Villacher-Fasching-Effekt.

VN: Welche Politiker geben besonders viel her?

Stachel: Der Gusi, weil er sehr natürlich agiert. Er steht zu seinen Fehlern und macht sie sogar zu seinem Markenzeichen. Ich glaube, dass der Gusi irgendwann ein ganz Großer sein wird, aber er muss noch einige Jahre durchtauchen. Weil einer, der sich dermaßen keine Blöße gibt, ist nach Schüssel eine sehr erfrischende Persönlichkeit. Er ist in unseren Stücken immer mehr zu Homer Simpson geworden, der auch für „maschek“ eine der wichtigsten Inspirationsquellen darstellt.

VN: Wie medienkritisch wollt ihr sein?

Stachel: Wir erheben einen klaren, medienkritischen Anspruch. Wir haben uns anfangs – vor unserer Zeit im ORF – auch als eine Art Anti-ORF verstanden und haben Kritik am ORF unter der schwarzblauen Regierung geübt. Diese Kritik kann bis in die 90 er- Jahre zurückreichen. Seither besteht die Tendenz, den ORF zu einem stromlinienförmigen Medium zu machen. Es ist ein ständiges Schielen nach Quote, um für die Werbewirtschaft interessant zu sein.

VN: Und dennoch seid ihr dann zum ORF gegangen?

Stachel: Es fällt natürlich schwerer, Systemkritik zu üben, wenn man selbst Teil des Systems ist. Aber innerhalb der Sendung ist so viel möglich, es werden uns keine Grenzen gesetzt, sodass wir bereit sind, diesen Preis zu zahlen. Ich möchte mich auch am derzeitigen ORF-Bashing nicht beteiligen. Denn es ist einfach erfrischend, dass sich die neue Führung irgendwas traut. Selbst eine Serie wie „Mitten im Achten“ muss man probieren dürfen, auch wenn sie letztlich gescheitert ist.

VN: Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Stachel: Für Herbst haben wir eine neue Produktion geplant, die sich mit den ökonomischen Zusammenhängen in der Medienwelt befassen wird. Wir werden das Publikum einladen, in uns zu investieren. Die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit sollen dabei verschwimmen.

VN: Was erwartet uns nächste Woche in Vorarlberg?

Stachel: Man braucht nicht in beide Veranstaltungen zu kommen. Wir werden sowohl in Bregenz als auch in Feldkirch das gleiche Programm spielen. Es wird, wie aus dem TV bekannt, ein „maschek.redet.drüber“. Auch mit Sachen, die wir bei „Dorfers Donnerstalk“ aufgrund der Länge nicht bringen können.

„maschek“ sind live auf der Bühne zu erleben am 4. Juli beim Seelax-Festival in Bregenz und am 5. Juli beim Poolbar-Festival in Feldkirch. Karten: Musikladen.

ZUR PERSON

Robert Stachel Geboren: 1972 in Wr. Neustadt Geschichte von „maschek“: 1996 lernen sich Peter Hörmanseder , Ulrich Salamun und Robert Stachel beim Studium in Wien kennen. Bühnendebüt im Dezember 1998 im Wiener Wohnzimmerclub Hobbythek. Bei der Moderation eines Abends zur Nationalratswahl 1999 experimentieren sie mit TV-Live-Synchronisationen, die zum dominierenden Element der Auftritte werden.

„Maschek“ reden drüber: Sie legen Politikern Worte in den Mund – nächste Woche im Ländle.

Red Carpet beim Amadeus 07

Pomadiger Ablaufzettel einer lächerlichen Musikveranstaltung.

Amadeus Autoparade 2007

maschek.redet.drüber Unitour durch Österreich

Wenn jemensch behaupten täte, maschek hätten sich dem „studentischen Humor“ verschrieben, so könnten wir schwer dagegen argumentieren. Wir denken mit einer Mischung aus Verklärung und Scham zurück an die alten Zeiten, als wir vor 11 Jahren an der Universität Wien zum erstenmal unter dem Namen maschek. zusammengearbeitet haben. An einem Net-Radio-Projekt und einer Website, die schon damals „die maschek.seite“ hieß.

Anlässlich der bevorstehenden ÖH-Wahlen hat uns eine namhafte Fraktion der Österreichischen HochschülerInnenschaft zu einer Tour durch die Hörsäle der österreichischen Universitäten eingeladen. Also, ob Sie nun mit uns oder mit der nämlichen Fraktion sympathisieren, der Eintritt ist in jedem Fall möglich und frei, das Programm wird eine Stunde dauern und in dieser Form nur hier gezeigt:

  • 7. Mai, 21:00, Uni Wien, Audimax
  • 9. Mai, 20:00, Uni Klagenfurt, HS 1
  • 10. Mai, 20:00, Uni Innsbruck, Sowi-Aula
  • 11. Mai, 20:00, Uni Graz, HS 7.01 (Vorklinik)
  • 14. Mai, 21:00, Uni Salzburg, Audimax
  • 15. Mai, 20:00, Uni Linz, HS 1

George W. Bush in Wien

George W. Bush in Wien (Dorfers Donnerstalk vom 5. Oktober 2006, Video bei YouTube)

Es war ein großer Tag in der jüngeren Österreichischen Geschichte, als nach langer Zeit wieder ein amtierender US-Präsident österreichischen Boden betrat. Bundeskanzler Schüssel hat persönlich ein dichtes Programm zusammengestellt, jedoch ohne die Amerikaner in die Planungen einzubeziehen..

maschek.redet.drüber: Monikas letzte Monate

Diesen Freitag und Samstag im Vindobona (Wien):
„maschek.redet.drüber: Monikas letzte Monate“

Ein Putsch der „Eritrea-Koalition“ hat der Ära Lindner ein jähes Ende bereitet. Wohin also mit all dem Geld, das der Marktführer ORF unter Monika Lindner erwirtschaftet hat, wohin mit all den guten Ideen, die noch in ihrer Schublade auf Verwirklichung warten?

Monika Linder will’s noch einmal wissen. Soll doch Alexander Wrabetz mit leeren Kassen und unbeschriebenen To-Do-Listen beginnen. In „Monikas letzten Monaten“ wird nicht nur die extrem aufwändige Promi-Reality-TV-Show „Missionierung des Mars“ verwirklicht, auch öffentlich-rechtliche Kernformate wie „Bundesräte im Gespräch mit TW1-Redakteuren“ oder die Quotenhoffnung „Zeit im Beat“ kommen zum Zug.

„maschek.redet.drüber“ lief von 2002 bis 2004 als monatlicher TV-Rückblick im Rabenhof und ist seit 2005 Teil von „Dorfers Donnerstalk“. „Monikas letzte Monate“ ist nach der „Zeros-Show“ das zweite abendfüllende Programm, das wir aus früheren, aktuelleren und brandneuen Elementen der Serie zusammengebastelt – um nicht zu sagen: -geschustert – haben.

Vindobona, Wallensteinplatz 6, 1200 Wien.
Fr, 15. 09. 2006, 20:00 Uhr
Sa, 16. 09. 2006, 20:00 Uhr
Preise: EUR 16.- / 14.-

„Besonders unerträglich“ (kabarett.at)

„Schräge Situationskomik und vordergründige Albernheiten ergeben noch keine abendfüllende Polit-Satire. Besonders unerträglich wird es, wenn ‚maschek.‘ verzweifelt versuchen, die Dialoge mit flachen Kalauern aufzupeppen.“ (kabarett.at / Peter Blau: Traurige Blähungen des Bundeskasperls)

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„Wie witzig: Schüssel furzt“ (Der Standard)

Wie witzig: Schüssel furzt

Kasperltheater für Erwachsene im Rabenhof: Die Gossip-Politsatire „Bei Schüssels“

Der Rabenhof erinnert sich einer Wiener Tradition – und macht ein Kasperltheater für Erwachsene. In der Gossip-Politsatire „Bei Schüssels“ erheitert aber nur das Krokodil: „Gusi“ als Volltrottel.

Wien – Wie es Bei Schüssels zugeht, ist schnell erzählt: Gigi macht Yoga und einen Aufstand, wenn ihr furzender Wolfi einen Boogie klimpert. Sie nennt ihn Zwerg, weil er gegen eine Familienaufstellung ist. Aber ob sie mit dem Andreas, der am Klo hockt, etwas hat, bleibt ungeklärt.

Die Nina Blum wird nur erwähnt, auch Sohn Daniel fehlt im trauten Heim. Der KHG jedoch kommt beichten, weil er in Brüssel einer Superreichensteuer zustimmte, die der Silvio nicht akzeptieren kann: Berlusconi taucht als Mafiapate bei Schüssels auf – und tauscht nebenbei Tirol gegen die Insel Lampedusa ein.

Überhaupt: Das Schlüssellochdrama von Peter Hörmanseder, der mit seinen beiden maschek-Kollegen das niedliche Puppenspiel im Rabenhof live synchronisiert, verhandelt eher große Politik denn innenpolitische Stricklieslgeschichten. Denn im kleinbürgerlichen Wohnzimmer des Kanzlers, von Erich Sperger liebevoll eingerichtet, geben sich Europas Mächtige die Klinke in die Hand.

Der dadurch geadelte Wolfi steigt, auch wenn er die Merkel für eine polnische Putzfrau hält, eigentlich gut aus. Zu gut sogar: Bei Schüssels liefert den schlagenden Beweis, dass der Kanzler Recht hat, wenn er schweigt. Denn jeder Konfliktpartner, egal ob Gigi oder Khol, zerbricht daran.

Auch der von Neid erfüllte, wegen seines Unvermögens flennende Gusi: Mit versteckter Kamera unter der Pelzmütze war er in die Wohnung eingedrungen, um sich Infos für den Wahlkampf zu verschaffen. Doch Überraschungsgast Wladimir hält den patscherten Lügner und dreisten Dieb für einen Terroristen. Und so ist Gusi auf die Hilfe des Kanzlers angewiesen, der Putin vom Abmurksen abhält: „Das ist mein Oppositionsführer! Den brauch ich noch!“

Diese Szene – Gusi, das Krokodil, versucht sich immer wieder zwischen Putin und Schüssel zu drängen und wird von beiden nebenbei ganz furchtbar abgewatscht – ist sicher der Höhepunkt der Politsatire: Auch wenn Regisseur Thomas Gratzer mit viel videotechnischem Aufwand Frank-Castorf-Theater im Mikroformat versucht, trägt der Plot keine 90 Minuten.

Viele Gags sind plump (Seipel will Gigis Opernballkleid als Vogelscheuche zur Bewachung der Saliera ankaufen) oder haben einen Bart. Die grandios gelungenen Puppen aber, angefertigt von AnaMaria Heigl nach Entwürfen von Gerhard Haderer, entschädigen für die Leerläufe. Und auch bei Wolfis Diashow – Putin winselt um Gnade – muss man lachen: Die Zeichnungen des Karikaturisten brauchen eben keinen Kommentar.

Von Thomas Trenkler
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.2.2006)

Link zum Artikel

„Blaue Wunder, schweigende Wälder“ (Der Standard)

Von Christian Schachinger (Der Standard, 16. Februar 2006) (LINK zum Artikel)

Blaue Wunder, schweigende Wälder
Die Kabarettisten maschek. deuten im Kasperltheater „Bei Schüssels“ das Privatleben unseres Bundeskanzlers

Wien – Die entscheidende Frage lautet nicht, ob der österreichische Bundeskanzler witzig ist. Noch für jeden, der sich in die Auslage stellt, hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte jemand gefunden, der das zum Zerkugeln findet. Die weitaus interessantere Frage lautet laut Peter Hörmanseder: „Worüber lacht Schüssel? Wer das weiß, gewinnt eine Eintrittskarte.“

Noch präziser formuliert: Wie weit kann man gehen, und Wolfgang Schüssel lacht noch immer? Immerhin versteinern selbst langgedienten Politprofis in der ersten Reihe beim Villacher Fasching regelmäßig die nach oben gezogenen Mundwinkel.

Tiefe Witze

Freilich ist es so, dass das Wiener Trio maschek. im Gegensatz zu den Kärntnern definitiv die besseren, manchmal aber auch ebenso tiefe Witze zu bieten hat. Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel kommen aus dem beinharten Geschäft der Fernsehnachrichten. Und dort, wo man in der inszenierten Realität traditionell immer schon nach der Wahrheit graben musste, wird es schnell einmal abgründig.

Mit Programmen wie maschek.redt.drüber und zuletzt dem brüllend komischen The Great Television Swindle stellten die drei Mittdreißiger einer tieferen Wahrheit hinter bekannten Nachrichtenbildern nach, indem sie diese neu montierten und mit neuen Dialogen und Texten versahen. Einer breiteren Öffentlichkeit dürften die bekennenden Fernsehsüchtigen (Mach dein Hobby zum Beruf!) dank ihrer regelmäßigen Gastrolle bei Alfred Dorfers Donnerstalk auf ORF 1 unvergesslich sein. Immerhin handelt es sich bei maschek. um das einzig witzige Element dieser Sendung.

Kasperltheater

Man erinnert sich etwa mit Freuden an die wunderbare filmische Neuanordnung, wie Benita Ferrero-Waldner beim Münzwerfen gegen Heinz Fischer das Bundespräsidentenamt verliert, obwohl ihr ORF-Münzwerfer Elmar Oberhauser unerlaubt, aber hartnäckig zu helfen bereit ist.

Im nächste Woche im Wiener Rabenhof Premiere feiernden Stück Bei Schüssels verlassen maschek. jetzt erstmals ihr gewohntes Terrain eines technisch aufwändigen Multimedia-Kabaretts. Sie begeben sich auf Anregung und unter der Regie von Rabenhof-Chef Thomas Gratzer nach dem Text von Peter Hörmanseder auch tatsächlich ins Theater – und zwar in jenes, wo der Kasperl das Sagen hat.

Die altehrwürdige Wiener Tradition des Kasperltheaters wird für jung gebliebene Erwachsene wiederbelebt. Und weil die heute alle Denglisch reden und im Internetz surfen, hat das Stück den unglaublich fetzenden Untertitel The Official European Puppet Porn beigestellt bekommen. Die Gestaltung der Puppen kommt vom Linzer Cartoonisten Gerhard Haderer, gespielt werden sie von den Fachleuten vom Original Wiener Praterkasperl. maschek.redt.drüber wie gewohnt: „Es ist ein bösartiges Herumspielen…“

Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel alias maschek. lassen „Bei Schüssels“ die Puppen tanzen: „Wenn Schüssel unter seiner Kleinheit leidet, leidet die Puppe natürlich noch viel mehr.“

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, so wie ihn Cartoonist Gerhard Haderer für das Wiener Rabenhoftheater als Titelheld des Kasperltheaters „Bei Schüssels“ entworfen hat.

Peter Hörmanseder: „Bei Schüssels beschreibt das Privatleben von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Es ist ein bösartiges Herumspielen mit allen mit ihm verbundenen Klischees.“

Robert Stachel: „Es ist klassisches Boulevardtheater. Tür auf, Tür zu. Es wird viel hin und her gerannt: ein Raum, vier Türen, ein Fenster.“

Ulrich Salamun: „Alles wird bespielt!“

Die ersten Proben dienten erst einmal dazu, dass man sich angesichts der lebensnah überzeichneten Puppen vor lauter Lachen wieder fasst.

Stachel: „Die Figuren haben recht schnell ein Eigenleben entwickelt. Wir reden bei den Proben längst mit den Puppen und nicht mit den Puppenspielern. Solange Schüssel so klein bleibt, finde ich ihn echt sympathisch. Dieser Pennälerhumor und dieses Pennälervokabular, das er hat.“

Salamun: „So wie du!“

Hörmanseder: „Die Puppe Schüssel ist ein richtiges Zniachterl und ein Kriacher. Die Puppe ist nicht kleiner als die anderen, wird aber von den Puppenspielern kleiner gespielt. Sie fürchtet sich vor allem und jedem und ist ein echtes Weh. Wie ein Vierjähriger. Schnauze offen und dann: Mama! …

… ,Bundeskanzler Wolfgang Schüssel‘ hat natürlich mit der realen Person absolut nichts zu tun, weil das ja gar nicht zusammengehen würde. Es wäre auch unmöglich, ein Stück herunterzuklopfen, wenn einem die Titelfigur total unsympathisch ist. Man muss eine Mischung finden, die Puppe Schüssel drollig finden, aber dann auch zum Idioten machen.“

Im Rahmen von im Hause Schüssel vorbeischauenden Figuren wie „Silvio Berlusconi“ oder „Andreas Khol“ wird hier nicht die große Welt der Politik nachgestellt. Schon eher geht es ohne Botschaft und Moral, dafür mit reichlich Gelegenheit für unterstützendes Geschrei aus dem Publikum („Wolfi, nicht da hineingehen, da ist der Karl Heinz!“) um kleine alltägliche Probleme bei Kanzlers.

Ob es denn aus dem Kanzleramt schon besorgte Anfragen gegeben habe?

Stachel: „Schweigen im Walde! Der sagt ja sonst auch nie etwas. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich der Alfred Gusenbauer einen netten Abend bei uns erwartet. Aber der wird dann auch sein blaues Wunder erleben!“

Was wir lesen und was nicht

Was wir lesen und was nicht (erschienen in Datum 1/04) (mehr …)

maschek.redet.drüber (9)

maschek.redet.drüber

Wir gehen in die neunte Ausgabe des Monatsrückblicks von maschek.redet.drüber und damit Anfang Dezember wieder auf unsere kleine liebgewonnene Österreichtournee.

Ein paar neue Videos von jüngeren und auch schon etwas älteren Auftritten haben wir hier bereitgestellt.

Noch ist das Programm für kommende Woche nicht ganz fertig, aber es kündigt sich eine neue Folge von „Ein Fall für Zwei“ an, in der Matula und Frank sich mit einer Castingagentur versuchen. Peter Rapp moderiert in einer großen Gala den Ausverkauf des staatlichen Familiensilbers, und wir werfen einen Blick auf das jetzt so harmonische Zusammenleben von Wolfgang Schüssel und Hubert Gorbach.

Ergo:
80 Minuten Dissonanz auf der größten Orgel des Landes.
Wieder pausen- und diesmal clownfrei.

Und:
Morgen am Sonntag den 30.11., spielen wir noch für
„Bock auf Bier“ im Motto (sic!). Ab circa halb acht.

maschek.redet.drüber Ausgabe NEUN

  • Mittwoch 3. 12. um 20 Uhr in Linz, Stadtwerkstatt
    (Karten: 070/731209215)
  • Donnerstag 4. 12. um 20 Uhr in Wien, Rabenhof
    (Karten: 01/7128282)
  • Freitag 5. 12. um 20 Uhr in Graz, Theater im Bahnhof
    (Karten: 0316/763620)

Reden wir drüber (Andrea Dusl, Falter)

FalterUnd immer sind es saubere Plots, clever gesetzte Gags und die ungeheuerliche Absurdität des Original-Bildmaterials, die nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich auf die andere, die Maschekseite führen. […] Weil es ganz sicher nicht Kabarett ist, woran sich die drei Herren von der anderen Seite abarbeiten, darf mit einiger Sicherheit die These aufgestellt werden, maschek habe mit dem Drüberreden überhaupt ein neues Genre entwickelt. Wenn Fernsehen die Frage war, dann sind maschek die Antwort.
(Andrea Maria Dusl) (mehr …)

Bei ‚maschek.‘ wird ordentlich abdekonstruiert. (Johannes Grenzfurthner)

FM4 Weblog (29.4.2003)

Reden, Gold.

„maschek.“ sind Synchronisateure. Sie assemblieren Gegenrealitäten. Ihre Methode neuen Sprachtext über alte Gesichter zu legen – sozusagen „drüber zu sprechen“ – ist mehr als nur ein kritisches Tagesstatement. Für ‚maschek.‘ ist der Zirkus Österreich – wie jeder Nationalstaat auf Erden – eine Zwiebel aus Protz, Plunder und Gewalt, die sorgsam geschält werden muss, bis nichts mehr übrig ist. Bei ‚maschek.‘ wird ordentlich abdekonstruiert. Und es ist verdammt unterhaltsam. […] Ein Interviewversuch []
(Johannes Grenzfurthner)

TEXT
LINK

die.essenz.aus.maschek.redt.drueber

Eigentlich verknappt ein durchschnittliches „maschek.redt.drüber“ die TV-Höhe- und Tiefpunkte des Vormonats. Schwerpunkt ORF-Sendungen. Doch im letzten Monat hat uns der ORF einen Strich durch die Rechnung gemacht. Teile des Programms wurden durch CNN ersetzt. Und zwar eins zu eins, inklusive CNN-interne Programmunterbrechungen.

Das wollten wir dem p.t. Publikum doch nicht zumuten und so entschlossen wir uns, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen und ganz einfach auf das gesamte Jahr zurückzublicken. Nach einem knall- und beinharten Auswahlverfahren, teils nach unserer, teils nach Ihrer p.t. Präferenz, haben wir ein Potpourri aus unseren vergangenen 6 Shows zusammengebastelt.

Sie erinnern sich: Von Juni bis Februar hat maschek. jeden Monat über 60 Minuten neues Material gebracht und mit ganz alten Sachen aus der Soft-Egg-Zeit garniert. Nun wird verdichtet und in einem gut 100minütigen Abend auf den Punkt gebracht:

die.essenz.aus.maschek.redt.drueber

Samstag (!) , 29. 3. 2003, 20h im Rabenhof, Wien. (01/7128282)
Mittwoch, 2. 4. 2003, 21h im Theater im Bahnhof, Graz. (0316/763620)
Freitag, 11. 4. 2003, 20h im Cinema Paradiso, St. Pölten. (02742/21400)

Politik wie es uns gefällt (WienWeb)

WienWeb (7. 2. 2003)

Politik wie es uns gefällt

Maschek redet drüber. Über Politik sozusagen. Die 3 Wiener haben sich nach der Nationalratswahl 99 das Ziel gesetzt, die Inhalte des ORF zumindest für ein paar Abende im Jahr zu verändern. … Bei wienweb spricht maschek über Saddams Angriff auf Österreich und gibt den ultimativen Tipp an Bundeskanzler Dr. Schüssel.

LINK

Cinematexas

Unser steirischer Super8-Film Der graue Star II – Die Wehrmacht macht sich auf, demnächst Virgil Widrich an Festivaleinsätzen zu überholen. Schon bald in den USA beim Cinematexas Festival in Bush-Land. Demnächst als Teilnehmer beim Medienkunstpreis von Südwestfunk, arte, sfdrs und rtv-slo. Genaue Termine der TV-Ausstrahlung werden folgen. Und zu verdanken haben wir das alles den lieben Menschen von Sixpack.

nackte Hühnerbrust der österreichischen Innenpolitik (Volksstimme)

VOLKSSTIMME (März 2001)

Männer zum Lachen

Maschek reißen einfach den Zipverschluß auf, der Fernsehbild und Fernsehton zusammen hält und entblößen damit die nackte Hühnerbrust der österreichischen Innenpolitik, daß man sich ausgiebig an dem goldnem Playboyhaserl, das da im Brusttoupet herumtaumelt, erfreuen kann.
(Augustine Leisch)

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