„Bei Faymann“ auf DVD

beifaymanndvdcoverLetzte Ausfahrt Weihnachtsgeschenk: „Bei Faymann“ ist (nach 59 Terminen in 3 Monaten) abgespielt, ab jetzt gibt es diese Ausgabe unserer Puppenshow nur noch auf DVD. Feistes Bonusmaterial inklusive.

Jetzt im sortierten Fachhandel, an der Kassa im Rabenhof, oder im Online-Shop von HOANZL erhältlich.

Premiere: „Bei Faymann“

Josef Pröll und Werner FaymannNach dem sensationellen Erfolg des Rabenhof-maschek.-Puppentheaters (nach den Entwürfen von Starkarikaturist Gerhard Haderer), dem Österreichischen Kabarettpreis 2007, einer NESTROY-Nominierung, sowie einer Fernsehfassung mit Top-Quoten auf ORF 1, kommt nun endlich die langersehnte neue Puppenshow!
Die maschek.-Haderer-Politpuppenregierung amtiert wieder im Gemeindebau Theater! Mit allen Stars der österreichischen Politprominenz und natürlich auch internationalen Gästen – inklusive päpstlichem Segen.
Es kommen: Nicolas Sarkozy, Papst Benedikt XVI. und natürlich alle Top-Stars der heimischen Polit-Szene – allen voran das Dream-Kuschel-Team Josef Pröll & Werner Faymann. Als Special-Guest in 16:9 erscheint Christian Konrad.
Sie werden wieder singen, springen und tanzen und dem Publikum die Lachtränen in die Augen treiben.
mit: maschek. (Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun, Robert Stachel)
Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Buch: Peter Hörmanseder
Ausstattung: Gerhard Haderer
Puppenbau: Brigitte Schneider
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger

Premiere: 15. September

Preise: € 24,- / 12,-

PS: Viele Vorstellungen sind schon vor der Premiere ausverkauft, also schnell hin zur Rabenhofseite und Karten reservieren (mittlerweile gehts auch mit Firefox und Mac)!

Wiedereröffnung Rabenhof Theater

Am 17. September beenden sowohl das Rabenhof Theater, als auch die gut erholten Herren von maschek ihre Sommerpause.
Zumindest der Rabenhof wurde innen renoviert.
maschek sieht außen immer noch relativ ähnlich wie zuvor aus.

Nichtsdestotrotz gibts am 17. September ein kleines Potpourri diverser Rabenhof-Herbstproduktionen unter begleitender und moderierender Mitwirkung von maschek.
Die eine oder andere vom Original Wiener Praterkasperl geführte Handpuppe, bekannt aus Puppenspielen wie „Bei Schüssels I-II 1/2“ sowie „Beim Gusenbauer I-I 1/2“ wird letzmals der Öffentlichkeit präsentiert, ehe sie in den verdienten Vorruhestand gehen darf/dürfen.

Theater im Rabenhof
Rabengasse 3
1030 Wien
Mittwoch, 17. September 2008

Der Standard blickt voraus.

„Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht“ auf DVD

Unsere Puppensatire ist bis auf weiteres abgespielt, insgesamt waren wir exakt 100 Mal mit den Haderer/Heigl-Puppen und dem Original Wiener Praterkasperl auf der Bühne, mit zwei Stücken in insgesamt 5 verschiedenen Variationen.

Und/aber: Die letzte Ausgabe erscheint in diesen Tagen auf DVD: „Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht!“

Darauf enthalten ist die komplette Theaterfassung (im ORF wird Ende Dezember eine gekürzte TV-Version laufen, siehe hier) sowie haufenweise Bonusmaterial, unter anderem ein Blick hinter die Puppenkulisse, Gusenbauers Originalaufnahme mit der Kamerakappe aus „Bei Schüssels“ und die Puppenvideos aus der ORF-Sendung „Was gibt es Neues?“

Zu erwerben gibts das Teil spätestens ab Mitte Dezember im einschlägigen Fachhandel um 19,99 Euro.

Und so gefällt es Sebastian Fasthuber.

maschek beim Nestroy Theaterpreis 2007

Der ORF hat uns für die diesjährige Übertragung der Nestroy-Verleihung beauftragt, eine Jurysitzung zu dokumentieren, in der die Preisträger nominiert werden. Ausgestrahlt am 24. 11. in ORF2. (Quellmaterial: „Russisch für Anfänger“ mit Lisa Schüller)

Das Ergebnis steht jetzt auf YouTube.

Übrigens: Als dann der Spezialpreis vergeben wurde (für den wir gemeinsam mit den Praterkasperln für „Beim Gusenbauer“ nominiert waren), waren wir schon wieder im Rabenhof. Für das Team waren Rabenhof-Direktor Gratzer, Praterkasperl Thomas Ettl und der Puppengusenbauer anwesend.

maschek beim Nestroy Theaterpreis 2007 im TV

Der ORF hat uns für die heutige Übertragung der Nestroy-Verleihung beauftragt, eine Jurysitzung zu dokumentieren, in der die Preisträger nominiert werden. Das Ergebnis wird kurz nach 19.30 live auf TW1 und kurz nach 22.55 „live zeitversetzt“ auf ORF2 zu sehen sein.

Wenn dann der Spezialpreis vergeben wird, für den wir (gemeinsam mit den Praterkasperln für „Beim Gusenbauer“) nominiert sind, sind wir schon wieder im Rabenhof und spielen das „Patent“.

PS: Und hier das Ergebnis.

maschek und Praterkasperl beim Volksstimmefest

auf der Jura-Soyfer-Bühne:
maschek & Praterkasperl

Nachlese: Gusi und Molterer störten Kasperl, Oma und Krokodil beim Praterkasperl-Klassiker „Der Liebesapfel“ mit gutgemeinten Ratschlägen. Häupl blieb wortkarg, fühlte sich auf der Soyfer-Bühne aber sichtlich wohl.

Fotos: Alexandra Vukits, Thomas Ettl.

Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht

gusenbauer

Mal schaun, ob die Regierung dann noch besteht. Auf jeden Fall wird unser Kasperlstück „Beim Gusenbauer“ fortgesetzt, aktualisiert und um einige neue Puppen erweitert.
Wie immer im Rabenhof Theater, wie immer mit den Godfathers of Puppeteering, dem Original Wiener Praterkasperl und wie immer auch mit den drei Tenören von maschek.

maschek als 3 Tenöre

Beim Gusenbauer –
Jetzt erst recht!

28. – 30. September
1., 5.-7., 11.-14., 19.-24., 26.-28. Oktober
Beginn: 20:00 Uhr
Preise: € 20,- / 10,-
www.rabenhof.at

„Beim Gusenbauer“ zu Gast bei „Metro“

maschek, Thomas Ettl (Praterkasperl), die Gusenbauer- und die Häupl-Puppe zu Gast bei „metro“ auf Puls TV.

Video bei YouTube

„trashiges Kasperltheater kommt frisch und frech daher“ (Die Presse)

Ein bisserl regieren halt

IRENE ZÖCH (Die Presse)

„Beim Gusenbauer“ treten Kasperlfiguren mit den Stimmen von „maschek“ auf.

Die Füße auf dem Schreibtisch, sitzt er etwas gelangweilt in seinem nagelneuen Büro: So richtig weiß Bundeskanzler Gusenbauer nicht, was er dort eigentlich mit seiner Zeit anfangen soll. Sein Wahlversprechen, endlich wieder einen Roten ins Bundeskanzleramt zu bringen, hat er schon erfüllt. Was nun? Auch die Suche nach einem griffigen Titel für des Kanzlers erste Autobiografie hat sich schnell erschöpft. Einziger Ausweg: „Ja, dann regier‘ ma halt mal ein bisserl.“

Nach „Bei Schüssels I + II“ hat sich das Trio „maschek“ – bestehend aus Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel – nun Alfred Gusenbauer in seinem neuesten politischen Puppenspiel in guter alter Kasperltheatermanier vorgeknöpft. In „Beim Gusenbauer. Willkommen in der Sandkastenrepublik“, das derzeit im Wiener Rabenhof-Theater zu sehen ist, werden die Regierenden konsequent durch den Kakao gezogen (Regie: Thomas Gratzer).

Den gelungenen Karikaturen von Österreichs Mächtigen – die Puppen wurden von Ana Maria Heigl nach Entwürfen Gerhard Haderers gestaltet – verleihen „maschek“ ihre Stimmen. Gusenbauer, Schüssel, Molterer & Co. werden von der Truppe des Original Wiener Praterkasperls bedient.

Schon zum Auftakt der Politsatire wird klar, wer im Kanzleramt heimlich die Fäden zieht. Wolfgang Schüssel hat keine Lust, Gusenbauer das schmucke Büro zu überlassen. Aus der verborgenen Dollfuß-Gedächtniskapelle flüstert er ihm Vorschläge ein und versetzt ihm notfalls einen Dolchstoß. Wenn Schüssel seine „Schweigenummer“ abzieht, dann kann der „lebende Kompromiss“ Gusenbauer nur klein beigeben.

Auch der bemitleidenswerte Wilhelm Molterer im Trachtenjanker, der es einfach nicht schafft, sich als die Zukunftshoffnung der ÖVP zu präsentieren, zieht Gusenbauer ständig über den Tisch. Michael Häupl konsultiert sowieso lieber Professor Zweigelt, wenn Gusenbauer nächtliche Verhandlungen mit „Barolo“ führt. Da müssen schon Übervater Bruno Kreisky und Gusenbauers Juso-Spiegelbild erscheinen, um den Kanzler an seine Prinzipien zu erinnern.

Worte mit Wiedererkennungseffekt

Verglichen mit den üblichen Kabarettprogrammen kommt das trashige Kasperltheater ziemlich frisch und frech daher. Mit zwei Mal 45 Minuten ist es zwar etwas lang geraten, einige Szenen könnten bedenkenlos weggelassen werden. Dass so manche Pointe etwas derb ist, damit ist bei einem Volksspiel zu rechnen. Wenn die Dialoge fallweise bekannt klingen, hat das einen Grund: Sie stammen von Gusenbauer höchstpersönlich. Die besten Geschichten schreibt halt doch die Politik – und umso absurder wirken die Geschehnisse der „Sandkastenrepublik“ dann auf der Guckkastenbühne.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 13.04.2007) © DiePresse.com

„Premierenerfolg für Gusenbauer-Puppentheater“ (ORF Ö1)

Premierenerfolg für Gusenbauer-Puppentheater

Link zum Artikel und Radiobeitrag

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Beim Gusenbauer – Willkommen in der Sandkistenrepublik!

Ab 11. April im Rabenhof:

BEIM GUSENBAUER
Willkommen in der Sandkistenrepublik!

102 Tage Koalitionsgespräche und 90 Tage Regierung sind genug, ab 11. April ist Ende der Schonfrist!

Die Rabenhof-Puppen-Truppe Haderer-maschek.-Praterkasperl startet in die nächste Dimension: Obwohl Kreisky sich im Grab umdreht, gibt es eine neue Kanzlerwohnung, neue Puppen, neue Koalitionsprobleme! Oder bleibt bei der schwarzen Regierung mit rotem Kanzler doch alles beim Alten?

Wir wagen einen ersten Blick auf die neue Regierungstruppe: Ob Schüssels Erbe bereits verjuxt ist, die Jusos noch immer am Ballhausplatz demonstrieren, Gusenbauers Schlüsselministerien die Republik bereits umgebaut haben oder der Kinderspielplatztraum doch nur auf Sand gebaut war…

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Sämtliche Beteiligte der Kasperlstücke

Mit:
maschek. –
Peter Hörmanseder
Ulrich Salamun
Robert Stachel

Puppenspiel:
Original Wiener Praterkasperl –
Thomas Ettl
Marcus Siebert

Idee & Regie:
Thomas Gratzer

Buch:
Peter Hörmanseder

Ausstattung:
Gerhard Haderer

Bühne:
Erich Sperger

Musik:
Eva Jantschitsch

Skulpturales Design & Puppenproduktion:
anaMaria Heigl

Dramaturgie:
Nora Hertlein
Roman Freigaßner
Matthias Jodl

Assistenz:
Nora Hertlein
Alexander Lugmayr

Puppenassistenz:
Sara Fazia Mercadante
Oliver Stangl

Technische Leitung:
Chris Thaler

Licht:
Harald Töscher

Ton:
Markus Urban

Bühnentechnik:
Christoph Bartsch
Thomas Ruzicka

maschek. und Praterkasperl im Wahlstudio

maschek. und die Herren vom Praterkasperl waren gestern noch schnell im ORF-Wahlstudio, um für den Report eine kleine Kasperliade aufzuzeichnen.

Das Ergebnis hier aus der Tube.

Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt

Ab Sonntag im Rabenhof:
„Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt“

Wolfgang und Krista „Gigi“ Schüssel hatten im Frühjahr die europäische Polit-Elite zu Gast im bescheidenen Hietzinger Puppenheim. Nach Ende der österreichischen EU-Präsidentschaft geht unser Kasperltheater in die nächste Runde: „Jetzt wird gewählt“. Vera Russwurm, Hans-Peter Martin und Peter Westenthaler verstärken die Puppenmannschaft.

(Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: Wer „Bei Schüssels“ im Frühjahr schon besucht hat, kriegt die bewährtesten Ausschnitte nochmal und dazu jede Menge neue Szenen zu sehen.)

von und mit: maschek.
Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Ausstattung: Gerhard Haderer
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger
Skulpturales Design und Puppenproduktion: Ana Maria Heigl

Rabenhof, Rabengasse 3, 1030 Wien.
Premiere: 17. September 2006
Termine: 18., 19., 21,- 26., 28.-30. September 2006
13., 14., 21., 22., 23. Oktober 2006
Beginn: jeweils 20:00 Uhr
Preise: EUR 20,- / 10,-

„Besonders unerträglich“ (kabarett.at)

„Schräge Situationskomik und vordergründige Albernheiten ergeben noch keine abendfüllende Polit-Satire. Besonders unerträglich wird es, wenn ‚maschek.‘ verzweifelt versuchen, die Dialoge mit flachen Kalauern aufzupeppen.“ (kabarett.at / Peter Blau: Traurige Blähungen des Bundeskasperls)

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BEI SCHÜSSELS – The Official European Puppet Porn

Ab 21. Februar im Rabenhof:

BEI SCHÜSSELS
The Official European Puppet Porn

von und mit maschek.

Eine Alt-Wiener Tradition wird im Erdberger Boulevardtheater wiederbelebt: Kasperltheater für Erwachsene.

Gerhard Haderer und maschek dringen – gnadenloser als die Yellow Press – in die Privatgemächer des österreichischen Schweigekanzlers vor. Als Stargäste haben sich neben Angela Merkel auch Silvio Berlusconi und Vladimir Putin bei Schüssels angesagt.

Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Ausstattung: Gerhard Haderer
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger
Skulpturales Design & Puppenproduktion: Anamaria Heigl

„Blaue Wunder, schweigende Wälder“ (Der Standard)

Von Christian Schachinger (Der Standard, 16. Februar 2006) (LINK zum Artikel)

Blaue Wunder, schweigende Wälder
Die Kabarettisten maschek. deuten im Kasperltheater „Bei Schüssels“ das Privatleben unseres Bundeskanzlers

Wien – Die entscheidende Frage lautet nicht, ob der österreichische Bundeskanzler witzig ist. Noch für jeden, der sich in die Auslage stellt, hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte jemand gefunden, der das zum Zerkugeln findet. Die weitaus interessantere Frage lautet laut Peter Hörmanseder: „Worüber lacht Schüssel? Wer das weiß, gewinnt eine Eintrittskarte.“

Noch präziser formuliert: Wie weit kann man gehen, und Wolfgang Schüssel lacht noch immer? Immerhin versteinern selbst langgedienten Politprofis in der ersten Reihe beim Villacher Fasching regelmäßig die nach oben gezogenen Mundwinkel.

Tiefe Witze

Freilich ist es so, dass das Wiener Trio maschek. im Gegensatz zu den Kärntnern definitiv die besseren, manchmal aber auch ebenso tiefe Witze zu bieten hat. Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel kommen aus dem beinharten Geschäft der Fernsehnachrichten. Und dort, wo man in der inszenierten Realität traditionell immer schon nach der Wahrheit graben musste, wird es schnell einmal abgründig.

Mit Programmen wie maschek.redt.drüber und zuletzt dem brüllend komischen The Great Television Swindle stellten die drei Mittdreißiger einer tieferen Wahrheit hinter bekannten Nachrichtenbildern nach, indem sie diese neu montierten und mit neuen Dialogen und Texten versahen. Einer breiteren Öffentlichkeit dürften die bekennenden Fernsehsüchtigen (Mach dein Hobby zum Beruf!) dank ihrer regelmäßigen Gastrolle bei Alfred Dorfers Donnerstalk auf ORF 1 unvergesslich sein. Immerhin handelt es sich bei maschek. um das einzig witzige Element dieser Sendung.

Kasperltheater

Man erinnert sich etwa mit Freuden an die wunderbare filmische Neuanordnung, wie Benita Ferrero-Waldner beim Münzwerfen gegen Heinz Fischer das Bundespräsidentenamt verliert, obwohl ihr ORF-Münzwerfer Elmar Oberhauser unerlaubt, aber hartnäckig zu helfen bereit ist.

Im nächste Woche im Wiener Rabenhof Premiere feiernden Stück Bei Schüssels verlassen maschek. jetzt erstmals ihr gewohntes Terrain eines technisch aufwändigen Multimedia-Kabaretts. Sie begeben sich auf Anregung und unter der Regie von Rabenhof-Chef Thomas Gratzer nach dem Text von Peter Hörmanseder auch tatsächlich ins Theater – und zwar in jenes, wo der Kasperl das Sagen hat.

Die altehrwürdige Wiener Tradition des Kasperltheaters wird für jung gebliebene Erwachsene wiederbelebt. Und weil die heute alle Denglisch reden und im Internetz surfen, hat das Stück den unglaublich fetzenden Untertitel The Official European Puppet Porn beigestellt bekommen. Die Gestaltung der Puppen kommt vom Linzer Cartoonisten Gerhard Haderer, gespielt werden sie von den Fachleuten vom Original Wiener Praterkasperl. maschek.redt.drüber wie gewohnt: „Es ist ein bösartiges Herumspielen…“

Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel alias maschek. lassen „Bei Schüssels“ die Puppen tanzen: „Wenn Schüssel unter seiner Kleinheit leidet, leidet die Puppe natürlich noch viel mehr.“

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, so wie ihn Cartoonist Gerhard Haderer für das Wiener Rabenhoftheater als Titelheld des Kasperltheaters „Bei Schüssels“ entworfen hat.

Peter Hörmanseder: „Bei Schüssels beschreibt das Privatleben von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Es ist ein bösartiges Herumspielen mit allen mit ihm verbundenen Klischees.“

Robert Stachel: „Es ist klassisches Boulevardtheater. Tür auf, Tür zu. Es wird viel hin und her gerannt: ein Raum, vier Türen, ein Fenster.“

Ulrich Salamun: „Alles wird bespielt!“

Die ersten Proben dienten erst einmal dazu, dass man sich angesichts der lebensnah überzeichneten Puppen vor lauter Lachen wieder fasst.

Stachel: „Die Figuren haben recht schnell ein Eigenleben entwickelt. Wir reden bei den Proben längst mit den Puppen und nicht mit den Puppenspielern. Solange Schüssel so klein bleibt, finde ich ihn echt sympathisch. Dieser Pennälerhumor und dieses Pennälervokabular, das er hat.“

Salamun: „So wie du!“

Hörmanseder: „Die Puppe Schüssel ist ein richtiges Zniachterl und ein Kriacher. Die Puppe ist nicht kleiner als die anderen, wird aber von den Puppenspielern kleiner gespielt. Sie fürchtet sich vor allem und jedem und ist ein echtes Weh. Wie ein Vierjähriger. Schnauze offen und dann: Mama! …

… ,Bundeskanzler Wolfgang Schüssel‘ hat natürlich mit der realen Person absolut nichts zu tun, weil das ja gar nicht zusammengehen würde. Es wäre auch unmöglich, ein Stück herunterzuklopfen, wenn einem die Titelfigur total unsympathisch ist. Man muss eine Mischung finden, die Puppe Schüssel drollig finden, aber dann auch zum Idioten machen.“

Im Rahmen von im Hause Schüssel vorbeischauenden Figuren wie „Silvio Berlusconi“ oder „Andreas Khol“ wird hier nicht die große Welt der Politik nachgestellt. Schon eher geht es ohne Botschaft und Moral, dafür mit reichlich Gelegenheit für unterstützendes Geschrei aus dem Publikum („Wolfi, nicht da hineingehen, da ist der Karl Heinz!“) um kleine alltägliche Probleme bei Kanzlers.

Ob es denn aus dem Kanzleramt schon besorgte Anfragen gegeben habe?

Stachel: „Schweigen im Walde! Der sagt ja sonst auch nie etwas. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich der Alfred Gusenbauer einen netten Abend bei uns erwartet. Aber der wird dann auch sein blaues Wunder erleben!“