Linz verändert

„Linz verändert“ – Eine historische Fälschung von und mit maschek.

Mockumentary, Dezember 2008.

In dieser Geschichte von Linz wird die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg in eine sowjetisch kontrollierte Nord- und eine amerikanisch kontrollierte Südhälfte geteilt, auch der Staatsvertrag von 1955 bringt Linz die Selbstbestimmung nicht zurück. Erst 1989 kommt unter Gorbatschow die Öffnung, bald darauf die Wiedervereinigung. Doch erst 2009 ist Linz wirklich frei, nachdem Bürgermeister Dobusch die Stadt den Künstlern übergeben hat: „Machts, was ihr wollts!“

Produziert im Dezember 2008 für die Eröffnung der Kulturhauptstadt Linz 2009.

Off-Kommentar:
Harald Posch

Tonaufnahmen:
Markus Urban
René Kornfeld (Innenhofstudios, Wien)

Video auf YouTube (auch in hoher Qualität): Teil 1 und Teil 2
Video zum Download: Quicktime H.264 (30 MB)

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Dorfers Donnerstalk

ORF 1.
21.55
Wiederholung im Nachtprogramm bzw eine knappe Woche später auf 3sat.
Und natürlich immer auf you-tube, wenige Minuten nach Ausstrahlung.

Wo? Wenn nicht alle da! (Linz 09)

Im Rahmen von Linz 09.

Mittwoch, 11. November 2009
Donnerstag, 12. November 2009

Linz 2009 – „Linz verändert“

Wir machen eine Videozuspielung für die Eröffnungsfeier zur europäischen Kulturhauptstadt Linz 09, werden jedoch nicht live vor Ort sein.

PS: Das Video und die Reaktionen gibt es hier.

maschek.redet.drüber (Posthof, Linz)

Posthof Linz; Grosser Saal

Dienstag, 25. November 2008. 20.00 Uhr

Zusatztermin:
Dienstag, 12. Mai 2009. 20.00 Uhr

„Große Kleinkunst“ (OÖ Nachrichten)

BLACK HUMOUR FESTIVAL: maschek spielten im Posthof groß auf

Gusi entpuppte sich als bester ÖVP-Mann
Von der maschek-Seite aus betrachtet ist die politische Bühne Österreichs ein Kasperltheater. Über diese Sicht der Dinge, die eigentlich eher zynisch als lustig ist, wurde am Dienstagabend im ausverkauften Posthof viel gelacht. Der Spott der neuen Rabenhof-Theater-Produktion „Beim Gusenbauer“ ist nicht billig, sondern originell und mit viel Liebe zum Detail inszeniert.

Als politisch nicht ganz korrekte Synchronplauderer haben die drei maschek-Männer Peter Hörmannseder, Robert Stachel und Ulrich Salamun inzwischen dank ORF (Dorfers „Donnerstalk“; heute ab 21.05 Uhr, ORF 1) und Internet (Stichwort: You-Tube) einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erreicht. Der Beweis: Beide Linz-Gastspiele am Dienstag und Mittwoch im Posthof waren ausverkauft. Im Polit-Theater mit den Kasperl-Figuren – unter anderen Gusenbauer, Molterer, Schüssel (er ist der Strolchi), Häupl, KHG – entpuppt sich „Gusi“ als der beste ÖVPler in der großkoalitionären Regierung. Die Figuren wären schon ohne Text witzig, sobald maschek den Mund aufmachen, werden sie zu bissigen Karikaturen. Große Kleinkunst. (chz)

OÖnachrichten vom 31.05.2007

Ins Land einischaun…

Frisch zurück von unserer Uni-Tour, möchten wir das eine oder auch andere Foto zur allgemeinen Belustigung dahier veröffentlichen. Leider kam uns erst ab Innsbruck die Idee, das Publikum manipulatorisch zu dirigieren, weshalb es aus Wien und Klagenfurt keine Bilder von jungen Menschen gibt, die blödsinnige Gesten machen (müssen).

Innsbruck
Einfacher Start mit „Bitte ein Auge abdecken.“

Innsbruck

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maschek.redet.drüber Unitour durch Österreich

Wenn jemensch behaupten täte, maschek hätten sich dem „studentischen Humor“ verschrieben, so könnten wir schwer dagegen argumentieren. Wir denken mit einer Mischung aus Verklärung und Scham zurück an die alten Zeiten, als wir vor 11 Jahren an der Universität Wien zum erstenmal unter dem Namen maschek. zusammengearbeitet haben. An einem Net-Radio-Projekt und einer Website, die schon damals „die maschek.seite“ hieß.

Anlässlich der bevorstehenden ÖH-Wahlen hat uns eine namhafte Fraktion der Österreichischen HochschülerInnenschaft zu einer Tour durch die Hörsäle der österreichischen Universitäten eingeladen. Also, ob Sie nun mit uns oder mit der nämlichen Fraktion sympathisieren, der Eintritt ist in jedem Fall möglich und frei, das Programm wird eine Stunde dauern und in dieser Form nur hier gezeigt:

  • 7. Mai, 21:00, Uni Wien, Audimax
  • 9. Mai, 20:00, Uni Klagenfurt, HS 1
  • 10. Mai, 20:00, Uni Innsbruck, Sowi-Aula
  • 11. Mai, 20:00, Uni Graz, HS 7.01 (Vorklinik)
  • 14. Mai, 21:00, Uni Salzburg, Audimax
  • 15. Mai, 20:00, Uni Linz, HS 1

neue Termine im Rabenhof, Donnerstalk heute live auf ORF1

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir freuen uns narrisch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der Rabenhof bereits alle Karten zu unserem Puppenstück „Beim Gusenbauer“ ausverkauft hat.

Daher werden neue Termine „aufgemacht“, wie wir in der Branche sagen. Wir spielen zusätzlich am 10., 11., 17., 18., 24. und 25. Juni im Rabenhof Theater in Wien-Erdberg. Karten kann man ab sofort telefonisch reservieren: 01/712-82-82

Dazu kommen wir mit den Puppen am 29. und 30. Mai in den Posthof nach Linz und am 21. und 22. Juni in die ARGE nach Salzburg.

Heute abend starten wir in die neue Staffel von „Dorfers Donnerstalk“. Ab sofort wird einmal monatlich, schon um 21:05 und vor allem live drübergeredet – wie gehabt auf ORF1. Diesmal über Grassers neuen Job und die Kuba-Krise der BAWAG.

Wär lässig, wenn Sie irgendwo dabei wären.

mfG
maschek.

„perfekt in ihrem Kunsthandwerk“ (OÖ Nachrichten)

POLITTHEATER: Wurschtl im Kanzleramt

„Beim Gusenbauer“
Respektlos von der maschek-Seite

Zweimal waren die vom Karikaturisten „Hades“ entworfenen Puppen „Bei Schüssels“ zu Gast. Nun sind sie „Beim Gusenbauer“ im Kanzleramt, und der heißt sie „Willkommen in der Sandkastenrepublik!“. Das dramaturgisch noch nicht ausgereifte Politpuppentheater verknüpft zwei Handlungsstränge: Die ÖVP sucht ihre Zukunftshoffnung und findet sie auch in der Person von Alfred Gusenbauer. Der möchte ein beliebter Volkskanzler sein und wird sogar mit Bruno Kreisky konfrontiert: Er hüpft aus dem Bilderrahmen, um das sozialdemokratische Erbe zu retten. Gusi, nicht ganz abgeklärter Staatsmann: „Kummt was von der Basis, waß i, dass des ein Sch… is“. Von der Respektlosigkeit lebt das politische Theater. Die drei Herren von der maschek-Seite sind perfekt in ihrem Kunsthandwerk und am 29. und 30. Mai auch im Linzer Posthof anzutreffen. (reiterer)

OÖnachrichten vom 13.04.2007

„Beim Gusenbauer“ (Posthof, Linz)

BEIM GUSENBAUER
Willkommen in der Sandkistenrepublik!

Posthof, Linz.

„Blaue Wunder, schweigende Wälder“ (Der Standard)

Von Christian Schachinger (Der Standard, 16. Februar 2006) (LINK zum Artikel)

Blaue Wunder, schweigende Wälder
Die Kabarettisten maschek. deuten im Kasperltheater „Bei Schüssels“ das Privatleben unseres Bundeskanzlers

Wien – Die entscheidende Frage lautet nicht, ob der österreichische Bundeskanzler witzig ist. Noch für jeden, der sich in die Auslage stellt, hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte jemand gefunden, der das zum Zerkugeln findet. Die weitaus interessantere Frage lautet laut Peter Hörmanseder: „Worüber lacht Schüssel? Wer das weiß, gewinnt eine Eintrittskarte.“

Noch präziser formuliert: Wie weit kann man gehen, und Wolfgang Schüssel lacht noch immer? Immerhin versteinern selbst langgedienten Politprofis in der ersten Reihe beim Villacher Fasching regelmäßig die nach oben gezogenen Mundwinkel.

Tiefe Witze

Freilich ist es so, dass das Wiener Trio maschek. im Gegensatz zu den Kärntnern definitiv die besseren, manchmal aber auch ebenso tiefe Witze zu bieten hat. Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel kommen aus dem beinharten Geschäft der Fernsehnachrichten. Und dort, wo man in der inszenierten Realität traditionell immer schon nach der Wahrheit graben musste, wird es schnell einmal abgründig.

Mit Programmen wie maschek.redt.drüber und zuletzt dem brüllend komischen The Great Television Swindle stellten die drei Mittdreißiger einer tieferen Wahrheit hinter bekannten Nachrichtenbildern nach, indem sie diese neu montierten und mit neuen Dialogen und Texten versahen. Einer breiteren Öffentlichkeit dürften die bekennenden Fernsehsüchtigen (Mach dein Hobby zum Beruf!) dank ihrer regelmäßigen Gastrolle bei Alfred Dorfers Donnerstalk auf ORF 1 unvergesslich sein. Immerhin handelt es sich bei maschek. um das einzig witzige Element dieser Sendung.

Kasperltheater

Man erinnert sich etwa mit Freuden an die wunderbare filmische Neuanordnung, wie Benita Ferrero-Waldner beim Münzwerfen gegen Heinz Fischer das Bundespräsidentenamt verliert, obwohl ihr ORF-Münzwerfer Elmar Oberhauser unerlaubt, aber hartnäckig zu helfen bereit ist.

Im nächste Woche im Wiener Rabenhof Premiere feiernden Stück Bei Schüssels verlassen maschek. jetzt erstmals ihr gewohntes Terrain eines technisch aufwändigen Multimedia-Kabaretts. Sie begeben sich auf Anregung und unter der Regie von Rabenhof-Chef Thomas Gratzer nach dem Text von Peter Hörmanseder auch tatsächlich ins Theater – und zwar in jenes, wo der Kasperl das Sagen hat.

Die altehrwürdige Wiener Tradition des Kasperltheaters wird für jung gebliebene Erwachsene wiederbelebt. Und weil die heute alle Denglisch reden und im Internetz surfen, hat das Stück den unglaublich fetzenden Untertitel The Official European Puppet Porn beigestellt bekommen. Die Gestaltung der Puppen kommt vom Linzer Cartoonisten Gerhard Haderer, gespielt werden sie von den Fachleuten vom Original Wiener Praterkasperl. maschek.redt.drüber wie gewohnt: „Es ist ein bösartiges Herumspielen…“

Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel alias maschek. lassen „Bei Schüssels“ die Puppen tanzen: „Wenn Schüssel unter seiner Kleinheit leidet, leidet die Puppe natürlich noch viel mehr.“

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, so wie ihn Cartoonist Gerhard Haderer für das Wiener Rabenhoftheater als Titelheld des Kasperltheaters „Bei Schüssels“ entworfen hat.

Peter Hörmanseder: „Bei Schüssels beschreibt das Privatleben von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Es ist ein bösartiges Herumspielen mit allen mit ihm verbundenen Klischees.“

Robert Stachel: „Es ist klassisches Boulevardtheater. Tür auf, Tür zu. Es wird viel hin und her gerannt: ein Raum, vier Türen, ein Fenster.“

Ulrich Salamun: „Alles wird bespielt!“

Die ersten Proben dienten erst einmal dazu, dass man sich angesichts der lebensnah überzeichneten Puppen vor lauter Lachen wieder fasst.

Stachel: „Die Figuren haben recht schnell ein Eigenleben entwickelt. Wir reden bei den Proben längst mit den Puppen und nicht mit den Puppenspielern. Solange Schüssel so klein bleibt, finde ich ihn echt sympathisch. Dieser Pennälerhumor und dieses Pennälervokabular, das er hat.“

Salamun: „So wie du!“

Hörmanseder: „Die Puppe Schüssel ist ein richtiges Zniachterl und ein Kriacher. Die Puppe ist nicht kleiner als die anderen, wird aber von den Puppenspielern kleiner gespielt. Sie fürchtet sich vor allem und jedem und ist ein echtes Weh. Wie ein Vierjähriger. Schnauze offen und dann: Mama! …

… ,Bundeskanzler Wolfgang Schüssel‘ hat natürlich mit der realen Person absolut nichts zu tun, weil das ja gar nicht zusammengehen würde. Es wäre auch unmöglich, ein Stück herunterzuklopfen, wenn einem die Titelfigur total unsympathisch ist. Man muss eine Mischung finden, die Puppe Schüssel drollig finden, aber dann auch zum Idioten machen.“

Im Rahmen von im Hause Schüssel vorbeischauenden Figuren wie „Silvio Berlusconi“ oder „Andreas Khol“ wird hier nicht die große Welt der Politik nachgestellt. Schon eher geht es ohne Botschaft und Moral, dafür mit reichlich Gelegenheit für unterstützendes Geschrei aus dem Publikum („Wolfi, nicht da hineingehen, da ist der Karl Heinz!“) um kleine alltägliche Probleme bei Kanzlers.

Ob es denn aus dem Kanzleramt schon besorgte Anfragen gegeben habe?

Stachel: „Schweigen im Walde! Der sagt ja sonst auch nie etwas. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich der Alfred Gusenbauer einen netten Abend bei uns erwartet. Aber der wird dann auch sein blaues Wunder erleben!“

Dorfers Donnerstalk

Dames en heren! Heute um 22:00 redet maschek überraschenderweise nicht von außen über den ORF drüber, sondern von innen. Nach dem langen Marsch durch die Institutionen stehen wir nun auf der anderen Seite vom Fernsehcastle. Und machen bei „Dorfers Donnerstalk“ in der ganzen kommenden Staffel mit. 9 Folgen lang.

Do, 6. 10. 2005, um 22:00 Uhr auf ORF1 und um 0:30 Uhr auf 3sat (und dann immer Donnerstags zu leicht unterschiedlichen Beginnzeiten)

http://tv.orf.at/donnerstagnacht
http://www.3sat.de/kleinkunst/www/71148/

Vorankündigen dürfen wir jetzt schon die Wiederaufnahme von „The Great Television Swindle“ ab dem 26. Oktober im Wiener Rabenhof. Gespielt wird dort bis zum 26. November, zumeist Freitags und Samstags, machmal auch Mittwochs und Donnerstags. Desweiteren kündigen wir nach langer Zeit wieder einmal ein Gastspiel in Linz an. Und zwar am 8. November im Posthof. Näheres wird folgen.

maschek.redet.drüber – die essenz aus 07 bis 10

mmaschek.redet.drüber
die essenz aus 07 bis 10

3. März Stadtwerkstatt Linz,
5. März TiB Graz,
7. und 8. März Rabenhof Wien.

maschek. verdichtet die redet.drüber-Folgen 07 bis 10 (ist gleich die schon wieder zu Ende gehende Spielzeit 03/04) zu einem Abend, den man auch als eine Art „best of“ bezeichnen könnte, wenn man das dürfte.

Wir spielen also nochmal, was uns am meisten pläsiert hat. Und das waren unter anderem die Bearbeitungen der unterschiedlicher nicht sein könnenden Fernsehclowns Enrico, Habakuk und Kaikukas, das ganz private Interview von Barbara Karlich mit unserem (mittlerweile leider in Ungnade gefallenen) Arnold Schwarzenegger, Wolfgang Schüssels Consulting-Anfrage bei Silvio Berlusconi oder auch seine Märchenstunde im Kinderprogramm des ORF. U.v.m. natürlich. Eingerahmt wird der Jahresrückblick von den schönsten p.t. Gästen des heurigen Opernballs.

maschek.redet.drüber (9)

maschek.redet.drüber

Wir gehen in die neunte Ausgabe des Monatsrückblicks von maschek.redet.drüber und damit Anfang Dezember wieder auf unsere kleine liebgewonnene Österreichtournee.

Ein paar neue Videos von jüngeren und auch schon etwas älteren Auftritten haben wir hier bereitgestellt.

Noch ist das Programm für kommende Woche nicht ganz fertig, aber es kündigt sich eine neue Folge von „Ein Fall für Zwei“ an, in der Matula und Frank sich mit einer Castingagentur versuchen. Peter Rapp moderiert in einer großen Gala den Ausverkauf des staatlichen Familiensilbers, und wir werfen einen Blick auf das jetzt so harmonische Zusammenleben von Wolfgang Schüssel und Hubert Gorbach.

Ergo:
80 Minuten Dissonanz auf der größten Orgel des Landes.
Wieder pausen- und diesmal clownfrei.

Und:
Morgen am Sonntag den 30.11., spielen wir noch für
„Bock auf Bier“ im Motto (sic!). Ab circa halb acht.

maschek.redet.drüber Ausgabe NEUN

  • Mittwoch 3. 12. um 20 Uhr in Linz, Stadtwerkstatt
    (Karten: 070/731209215)
  • Donnerstag 4. 12. um 20 Uhr in Wien, Rabenhof
    (Karten: 01/7128282)
  • Freitag 5. 12. um 20 Uhr in Graz, Theater im Bahnhof
    (Karten: 0316/763620)

Cam-Taten

Donnerstag und Freitag im Kunstraum Goethestrasse in Linz:

Cam-Taten
Veranstaltungsreihe zum Thema Wahrheit und Manipulation im Dokumentarfilm
eine Kooperation von AK OÖ -Bildung und Kultur und KunstRaum_G
im Rahmen von „echt/falsch“

Donnerstag, 6. November 2003, 20.00 h
Ausstellungs – und Videoarchiveröffnung mit Live-Performance der Künstlergruppe „maschek“
mit Arbeiten von: Wong Hoy Cheong, maschek, Heike Nösslböck, Stadtwerkstatt TV
Videoarchiv (kuratiert von Holger Jagersberger): Arbeiten von Harun Farocki, Hartmuth Bitomsky, Ruth Beckermann, u.v.a.

Freitag, 7. November 2003, ab 11.00 h
Videobrunch + Symposion „Wirklich Wahr“ + Filmreihestart
mit Vorträgen von Barbara Pichler (Filmwissenschafterin Wien), Heiner Holtappels (Direktor des Netherlands Media Art Institute) und Stefan Römer
(Künstler und Kunsttheoretiker); Moderation: Heidi Lackner

maschek.redet.drüber

Unser monatlicher Rückblick auf die Höhe- und Tiefpunkte des Österreichischen und seiner Repräsentation im Fernsehen gelangt diese Woche wieder zur dreimaligen Aufführung, diesmal in der Reihenfolge Wien-Linz-Graz.

Werner Mück wird die Spitzen der Parlamentsparteien über ihre Erinnerungen an die 60er Jahre ausfratscheln, Gerd Bacher und Teddy Podgorski werden hinter die Kulissen des alten ORF blicken lassen und Roman Rafreider die unhaltbaren Vorwürfe gegen Arnold Schwarzenegger mit allem patriotischen Stolz (und mit Kapperl) entkräften. Und das war erst ein knappes Drittel des diesmonatigen Programms.

In Linz gibt’s gleich zwei Dinge zu tun „slash“ sehen. Zunächst um 20 Uhr unser Gastspiel bei der Eröffnung von „Cam-Taten“, einer Ausstellung im Kunstraum Goethestraße im Rahmen von „echt falsch“: http://www.brucknerhaus.linz.at/echtfalsch/
Die Ausstellung läuft von 6. bis 22. November, unsere Videos werden wir also nach der Vernissage auch zum späteren Wiederansehen dortlassen. Und um 22 Uhr eilen wir in die Stadtwerkstatt zum eher frontalen drüber.reden, siehe oben.

Dann: Zwei große Artikel sind in den letzten Tagen über maschek geschrieben worden, einer von Drehli Robnik und einer von Andrea Dusl: http://www.maschek.org/lobundtadel.html

maschek.redet.drüber

  • Dienstag, 4. 11. um 20.00 Uhr in Wien, Rabenhof (Karten: 01/7128282)
  • Donnerstag, 6. 11 um 20 Uhr in Linz, KunstRaum Goethestrasse (www.kunstraum.at)
  • Donnerstag, 6. 11. um 22 Uhr in Linz, Stadtwerkstatt (Karten: 070/731209215)
  • Freitag, 7. 11. um 20.00 Uhr in Graz, Theater im Bahnhof (Karten: 0316/763620)

„Staubwolke Grosny“ – ein Videopalindrom

„Staubwolke Grosny“ – ein Videopalindrom. maschek, 2003. 6 Minuten.

Am 13. April 2003 wurden die beiden Wohnhochhäuser am „Harter Plateau“ in der Nähe von Linz gesprengt. Die „größte Hochhaussprengung, die je in Europa stattgefunden hat“ (orf.at) wurde vom ORF Oberösterreich in einer Sondersendung live übertragen.

maschek hat das Material zu einem 6 Minuten langen „Videopalindrom“ verdichtet. Die ersten 2:40 Minuten laufen vorwärts, die letzten 2:40 Minuten rückwärts. In der Mitte ist – nochmals gegenläufig geschnitten – die Sprengung selbst zunächst verkehrtrum und dann richtig zu sehen.

Die erste Hälfte wird durch Drüberreden zum von „Red Bull“ gesponserten Mega-Event „Linzer Staubwolke“, deren Höhepunkt die Installation „Erection“ von „Gelatin“ ist, in der sich eine gigantische Wolke aus von der TU entwickeltem intelligenten Staub zu einer Skulptur verdichtet.

In der zweiten Hälfte sehen wir die gleichen Bilder und hören dazu den Originalton des ORF, alles umgekehrt abgespielt. Die Aufnahme wird zum Liveeinstieg in den russischen Nachrichtensender „CCP“. Der Off-Kommentar aus Österreich erklärt, dass wir hier einen Terroranschlag sehen, der sich vor wenigen Minuten in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny ereignet hat.

(noch) nicht online.

Reden wir drüber (Andrea Dusl, Falter)

FalterUnd immer sind es saubere Plots, clever gesetzte Gags und die ungeheuerliche Absurdität des Original-Bildmaterials, die nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich auf die andere, die Maschekseite führen. […] Weil es ganz sicher nicht Kabarett ist, woran sich die drei Herren von der anderen Seite abarbeiten, darf mit einiger Sicherheit die These aufgestellt werden, maschek habe mit dem Drüberreden überhaupt ein neues Genre entwickelt. Wenn Fernsehen die Frage war, dann sind maschek die Antwort.
(Andrea Maria Dusl) (mehr …)

November

Im November gehts weiter mit maschek.redet.drüber No.8 und einem Dabeisein im Kunstraum Goethestrasse in Linz.
Werfen Sie – bis es soweit ist – wieder einmal einen Blick auf unser Projekt ‚mikroprominenz‘.

Mimesis ans Verblödete (Drehli Robnik)

Versorger (Stadtwerkstatt Linz, Oktober 2003)

Mimesis ans Verblödete: maschek redet drüber

Entscheidend ist dabei allerdings, dass mascheks umdeutendes Drüber-Reden nicht aus der gesicherten Distanz satirischen Besserwissens erfolgt: Nicht aus einem aufgeklärten Außen heraus wird nachsynchronisiert, sondern durch Techniken des Hinein-Steigerns und Sich-Infizieren-Lassens. […] Keine satirischen Anführungszeichen, die sagen würden „Wir sind grundsätzlich schlauer als der Fernseh- und Polit-Irrsinn“, halten uns auf Distanz. Lachen und Differenzierung gibt es nur im Nahkampf, im ansteckenden Intimkontakt mit dem Fernsehbild. Und da geht es nicht um bloßes Versinken und Wohlfühlen im ORF; vielmehr geht das Sich-Hineinsteigern bei maschek immer in einen Gestus des Herausholens über.
(Drehli Robnik)

TEXT

maschek.redet.drüber – The Next Generation

Kommende Woche: maschek.redet.drüber – The Next Generation.

Mittwoch in Linz, Freitag in Graz und Samstag in Wien.

Auf vielfachen Publikumswunsch jetzt noch flotter und dafür ohne Pause. Dafür beginnen wir pünktlich zur Prime Time. Alle Termine und Infos hier.

Diesen Dienstag abend sind wir auch noch zu Gast „chez Hermes„, um 24.00 auf FM4.

Wie dem medialen Stumpfsinn entfliehen? (OÖ Nachrichten)

OÖNachrichten (2. Juni 2003)ORF hat Bildungsauftrag zur Gänze abgegeben

Wie dem medialen Stumpfsinn entfliehen? … Die ebenso einfache wie geniale Strategie: Die doofsten ORF-Produktionen ohne Ton auf eine Leinwand zu projizieren und selbst einen Text dazu zu improvisieren. Wie herrlich komisch das sein kann, demonstrierten maschek. am vergangenen Freitagabend vor der Linzer Stadtwerkstatt einem zahlreich erschienen Publikum.
(Christian Pichler)

TEXT

Stahlstadt und Big Apple

Ende Mai ist maschek auf zwei Kontinenten gleichzeitig zu sehen. Einmal virtuell, das andere Mal aus Fleisch und Blut. Am 30. Mai ist die Linzer Stadtwerkstatt, beziehungsweise das irgendwie mit dazugehörende Strom Gastgeber des Rückblicks auf das letzte Jahr (unter altbekanntem Namen, maschek.redt.drüber). Mit Hilfe einer anderen Werkstatt, der Medienwerkstatt zu Wien, sind am 31. Mai zwei alte unverbesserliche Sudeten-Deutschlandsberger im New Yorker Austrian Cultural Forum mit ihren Erinnerungen an die Kriegsjahre vertreten. Dreimal dürfen Sie raten, wo maschek jetzt persönlich anwesend sein wird….

Flieg, TV-Gerät, flieg

(…) und so entschlossen wir uns, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen und ganz einfach auf das gesamte Jahr zurückzublicken(…)
Was eigentlich bloß ein Nebensatz der letztmonatigen Auftritts-Ankündigung war, hat den einen oder anderen Mitmenschen verunsichert. Haben die jetzt wirklich, oder machen die bloß auf oberwichtig. Wir können Sie beruhigen, wir haben wirklich. Seltsamerweise war auch gleich eine Schweizer Zeitung vor Ort, um Fotos für ihr Magazin-Cover zu machen.
Nichtsdestotrotz: die.essenz.aus.maschek.redt.drueber

Mittwoch (!) , 30. 4. 2003, 20h im Rabenhof, Wien. (01/7128282)
Mittwoch, 7. 5. 2003, 21h im Theater im Bahnhof, Graz. (0316/763620)
Freitag, 30. 5. 2003, 21h30 vor oder im Strom, Linz