Die Gelmanipulation

maschek. bei „Harald Schmidt“ am 11. November 2010 im Ersten (ARD)

„Die Gelmanipulation“: Putin und Medwedew erpressen Deutschland, um an neueste westliche Technologie heranzukommen. 21 Jahre nach dem Mauerfall greift man wieder auf eine bewährte Methode aus dem Kalten Krieg zurück: die Gelmanipulation.

„unterste Schublade“ (Gästebuch Schmidt & Pocher)

Das Phänomen kennen wir schon vom Volkszorn, den unsere Waldheim-Nummer bei Dorfers Donnerstalk auf sich gezogen hat: Je beleidigter die Kritik und je mehr sich ihre Verfasser als berufene Vertreter einer geschmähten Volks- oder Glaubensgemeinschaft fühlen, umso eher wird einem die Autorenschaft aberkannt und dem Host der Sendung zugeschrieben. Wie der Schelm denkt, so stellt er sich halt auch die Führungsstrukturen im Fernsehen vor. Wieder passiert nach der Schmidt-Pocher-Sendung mit unserer Papst-Nummer im Gästebuch auf der ARD-Homepage: (mehr …)

ARD – Das Erste

Schmidt und Pocher (ARD)

Mit stolzgeschwellter Brust möchten wir verkünden, dass maschek am 19. Februar zu Gast bei Harald Schmidt und Oliver Pocher in deren Sendung Schmidt und Pocher sind.
Wie bei dieser Sendung üblich, gibts gegen Ende „lustige“ Menschen und diesmal sind es eben wir.
Ob es lustig wird können wir nicht versprechen, spannend (für uns) wird es allemal.
Zusätzlich freut sich ein maschek-Mitglied, ein Jugendidol vor Ort treffen zu dürfen.

Schmidt und Pocher
Donnerstag 19. Februar 2009
ARD, 23.00 Uhr

Die Sendung wird eher oft wiederholt, Ausreden fürs Nichtsehen gelten also nicht.
Voraussichtliche Sendetermine der Wiederholungen:
Freitag, 20. Februar, 1.15 Uhr (rbb)
Freitag, 20. Februar, 9.30 Uhr (MDR)
Freitag, 20. Februar, 21.50 Uhr (EinsFestival)
Samstag, 21. Februar, 0.10 Uhr (BFS)
Samstag, 21. Februar, 2.25 Uhr (hr-fernsehen)
Samstag, 21. Februar, 3.30 Uhr (EinsFestival)

Und so kam es dann im Fernsehen rüber…

Linz verändert

„Linz verändert“ – Eine historische Fälschung von und mit maschek.

Mockumentary, Dezember 2008.

In dieser Geschichte von Linz wird die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg in eine sowjetisch kontrollierte Nord- und eine amerikanisch kontrollierte Südhälfte geteilt, auch der Staatsvertrag von 1955 bringt Linz die Selbstbestimmung nicht zurück. Erst 1989 kommt unter Gorbatschow die Öffnung, bald darauf die Wiedervereinigung. Doch erst 2009 ist Linz wirklich frei, nachdem Bürgermeister Dobusch die Stadt den Künstlern übergeben hat: „Machts, was ihr wollts!“

Produziert im Dezember 2008 für die Eröffnung der Kulturhauptstadt Linz 2009.

Off-Kommentar:
Harald Posch

Tonaufnahmen:
Markus Urban
René Kornfeld (Innenhofstudios, Wien)

Video auf YouTube (auch in hoher Qualität): Teil 1 und Teil 2
Video zum Download: Quicktime H.264 (30 MB)

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Re-Editing History (Filmmuseum, Wien)

Unsere alte Fregatte Der graue Star II: Die Wehrmacht ist mal wieder im Kino zu sehen. Diesmal in höchst ehrwürdigem Hause, dem Österreichischen Filmmuseum zu Wien.

Stoffwechsel: Re-Editing History
Dokumentarfilme und TV-Dokumentationen bilden einen stark wachsenden Teil der öffentlichen Geschichtskultur. Den Abschluss der Jahresreihe Filmdokumente zur Zeitgeschichte macht deshalb ein Abend, der sich mit den filmischen Neu- und Umformungen historischen Materials beschäftigt: re-editing – also „umschneiden“ – ist als künstlerische Strategie ein ureigener Bestandteil des Mediums Film. Vom Found Footage-Avantgardefilm über die Strategien der Filmpropaganda bis hin zum Geschichtsfernsehen wird Filmmaterial nicht bloß zitiert, sondern bewusst verfremdet, neu kontextualisiert, (künstlerisch) interpretiert. (Michael Loebenstein, Siegfried Mattl)

14. Dezember 2008
14.30 Uhr
Ermäßigte Tickets (2,50 €) für Studierende mit Mitgliedschaft

„Immer freundlich, immer lächelnd“ (Badische Zeitung)

Die „Badische Zeitung“ verweist im ersten Porträt des neuen österreichischen Kanzlers auf maschek (zum YouTube-Clip). Das freut uns:

„Immer freundlich, immer lächelnd“

„Grüß Gott, Grüß Gott. Hihihi. Grüß Gott, wie geht’s? Hihihi.Grüß Gott, Grüß Gott.“ So tönt der neue Österreichische Bundeskanzler in der Synchronisation der Wiener Satirikergruppe „Maschek“. Prägnanter kann man ihn kaum beschreiben. Werner Faymann ist ein ausgesprochen kommunikationsfreudiger, umgänglicher Mensch. Er lacht gerne, er plaudert gerne, er grüßt alle, die seinen Weg kreuzen. (mehr …)

„Das Prinzip heißt Hineinsteigern“ (Süddeutsche Zeitung)

Synchronisierter O-Ton
Kabarettisten-Trio „Maschek“ im Römerhof

Süddeutsche Zeitung, 3. 10. 2008, Nadja Mayer.

Garching – In Österreich sind sie seit Jahren Kult: Die „Originaltonzerstörer“ Maschek sind nun auch zum ersten Mal mit ihrem brandneuen Programm „maschek.redet.drüber“ im Großraum München aufgetreten – als Überraschungsgast des 47. Kulturbonbons im Römerhof. Das Publikum war erstaunt über die Aktualität des Programms: Sogar die Bayernwahl und die Nationalratswahl in Österreich am vergangenen Sonntag hat das Wiener Kabarettisten-Trio bereits verarbeitet.
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Wiedereröffnung Rabenhof Theater

Am 17. September beenden sowohl das Rabenhof Theater, als auch die gut erholten Herren von maschek ihre Sommerpause.
Zumindest der Rabenhof wurde innen renoviert.
maschek sieht außen immer noch relativ ähnlich wie zuvor aus.

Nichtsdestotrotz gibts am 17. September ein kleines Potpourri diverser Rabenhof-Herbstproduktionen unter begleitender und moderierender Mitwirkung von maschek.
Die eine oder andere vom Original Wiener Praterkasperl geführte Handpuppe, bekannt aus Puppenspielen wie „Bei Schüssels I-II 1/2“ sowie „Beim Gusenbauer I-I 1/2“ wird letzmals der Öffentlichkeit präsentiert, ehe sie in den verdienten Vorruhestand gehen darf/dürfen.

Theater im Rabenhof
Rabengasse 3
1030 Wien
Mittwoch, 17. September 2008

Der Standard blickt voraus.

maschek als Gäste bei Alfons im TV

Ja wie geil ist das denn?
Da fahren wir mal zwischendurch nach Deutschland, um dort ganz kurz aufzuspielen und schon leckt der grosse Nachbar Blut.
Uns freut das sehr, denn die österreichische Politbühne nervt mittlerweile extrem.

Ab Herbst geht es los mit einigen Terminen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Berlin.
Doch schon im März sind wir ganz im Westen Deutschlands im Saarländischen Fernsehen zu Gast bei Alfons, dem langsamen Doof-Frager von extra3.
Aufzeichnung im Funkhaus Halberg in Saarbrücken, am Freitag, 22. Februar 08, um 20 Uhr.

Alfons und Gäste
Samstag, 08.03.2008 um 23.35 Uhr SR/SWR Fernsehen

Ergänzung am 25. Juni:
Und gerade entdeckt, dass die Sendung wiederholt wird und zwar am 14. Juli (bzw bereits am 15. Juli) um ca. halb eins in der früh auf der guten alten ARD.

Der tote Onkel.

Ein sehr liebenswerter, stiller Teilnehmer früherer maschek-Beiträge, Peter Marginter, ist gestorben.
Marginter war neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller, Diplomat und Jurist der Royalty-Beauftragte des ORF, wo er gemeinsam mit Roland Machatschke launig durch stundenlange Pferdekutschenprozessionen führte.
Bei unserer Zeros-Show mutierte Marginter zu Michael Häupl und als solcher zum Bundeskanzler ab 2006.
Vielen Dank für die „Mitarbeit“.
Mit einer Träne im Knopfloch.

„Küss die Hand mit Papst und Putin“ (Süddeutsche Zeitung Online)

Die Regeln des Web (16)
Küss die Hand mit Papst und Putin
Regel 64: Auch das weltweite Netz spricht Dialekt

(Süddeutsche Zeitung Online), 28.11.2007

Ganz klar: Das Internet spricht eine eigene Sprache (vgl. Regel 16), wenn es aber über die reine Verständigung hinaus geht, beherrscht das Netz auch zahlreiche Dialekte. Bereits in Regel 5 (Das Netz funktioniert nach dem Prinzip: Weitersagen) waren dieses Dialekte Thema. In diesen Tagen tauchen sie wieder vermehrt im Netz auf. Unter dem Titel Bruce Willis und Ebay kann man sich anschauen, wie der Action-Star eine nicht gelieferte Bestellung des Auktionshauses selber abholen möchte. In Leonardo di Caprio und die schwäbische Wurst wird der „Titanic“-Schauspieler in die Technik des Wurst-Schneidens eingewiesen – auf Schwäbisch. Dass nicht nur Schwäbisch ein lustiger Dialekt ist, beweist Bill Murray in der Adaption des recht ähnlich lautenden Films Lost in Kölsch-Translation, Gleiches gilt für diese „Harry Potter“-Sequenz.

Dass man mit dem Nachsynchronisieren von Filmen viel Spaß verbreiten kann, beweisen die drei Österreicher von maschek. Unter youtube.com/user/maschek kann man sich ihr Werk anschauen, das den Papst beim Besuch in Österreich genauso verulkt wie Wladimir Putin, der in die Alpenrepublik reist. Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel sind dabei so erfolgreich, dass sie ihre Film-Späße derzeit im Rabenhof Theater auf die Bühne bringen.

(sueddeutsche.de/mri)

Pressestimmen zu „Das maschek.Patent“

Kantwurst für alle! (Der Standard, Christian Schachinger)
„Dieses zum Weinen schöne, auf Metaebene herrlich lachhafte Tappen im Halbdunkel einer für Studienabbrecher und Spätaufsteher einzig mit leeren Sprech- und Sprachblasen vollgestellten Wunderwelt der freien Kapitalströme geht am Ende selbstverständlich schief.“

Die intelligenteste Wurst ist doch die Kantwurst! (Wiener Zeitung, Eva Maria Klinger)
„Original-Bilder in origineller Deutung. Der Spaß an dem Fake liegt nicht nur in der Erfindung absurdester Dialoge und Ansprachen, sondern auch in der Interpretation von Mimik und Nachdenkpausen. Man kann es nicht nacherzählen, man muss es erleben!“

„maschek“ nimmt Kurs auf Globus (wien.orf.at, 17. 11. 07 – vor der Premiere)
„Die Globen haben sie schon einmal fest unter die Arme geklemmt – „maschek“ beabsichtigen nämlich, als Theatergruppe den Globus zu erobern. „Österreich ist uns langsam zu klein“, gesteht das Künstlertrio wien.ORF.at.“

Die Lizenz zum Drüberreden (Kurier, K. Schell)
„Auf Erfolgsrezepte ist eben doch Verlass. Dieser Kuchen schmeckt immer noch. Die neue Glasur hätte es da gar nicht gebraucht.“

Castro als Testimonial bei den mascheks (Österreich, P. Temel)
„In Dorfers Donnerstalk eroberten sie das Fernsehen, mit „Beim Gusenbauer“ den Österreichischen Kabarettpreis – die Marke maschek gewinnt an Wert.“

Die Klügste unter den Würsten (Die Presse, Daniela Tomasovsky)
„Der Rest der Show gerät leider ziemlich platt: Auftritte im Gorilla-Kostüm oder im Tarnanzug passen eher zu einer drittklassigen Laienschauspielgruppe, und auch die Impro-Theater-Einlage geht nicht sonderlich geistreich aus.“

Fernsehen war gestern. (Chilli.cc, Florian Schober)
„Und zur Freude aller Theaterwissenschaftsstudenten bekommt sogar noch Entertainer Drehli Robnik verbal eins auf die Rübe.“

maschek-Lizenz zum Nachsynchronisieren (Kleine Zeitung)
„Eingebettet in diese Rahmenhandlung laufen die Drei zu gewohnter Form auf. [..] Pipifein!“

„Gusenbauer ist Homer Simpson“ (Falter)

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Nach dem Puppenspiel-Blockbuster „Beim Gusenbauer“ nimmt sich das Synchronisationstrio maschek in seinem neuen Programm „Das maschek.Patent“ der New Economy an. Ein Gespräch über Erfolg und Selbstausbeutung, über Anfragen für Firmenfeiern und das Humorpotenzial von Hitler und anderen heimischen Politikern. (Klaus Nüchtern)

Falter 46/2007 vom 14.11.2007
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Pressestimmen zu „Beim Gusenbauer – Jetzt erst recht“

Der Standard: „Statt Politsatire gibt es nur billige Klamotte.“ (Thomas Trenkler)

chilli.cc: „Hände falten, Goschn halten!“ – „Die kleinen schlagfertigen Episoden, die maschek stimmlich präsentieren, sorgen allemal für einen vergnüglichen Abend im Rabenhof-Theater. “ (Daniel Messner)

Wiener Zeitung: „Action mit Gusi“ – „plakativ, spekulativ und zum Brüllen komisch.“ (Brigitte Suchan)

Ö1 : „Russki go home!“ – “ ‚Beim Gusenbauer 2‘ ist Kasperltheater pur: turbulent, skurril, überzeichnet und an manchen Stellen auch brutal.“ (Matthias Haydn)

Sagt Schneeberger „…in Österreich regiert ein sturztrunkener Michael Häupl …“ (Peter Schneeberger)

KHG sucht einen neuen Job

Nach 3 Monaten reicht es Fiona, sie schickt ihren arbeitslosen Mann zu einem Coaching für Bewerbungsgespräche. Als hoffnungslosem Fall wird ihm dort geraten, es lieber mit Freunderlwirtschaft zu versuchen. Und sich vorher die Haare zu schneiden.

Video bei YouTube

„trashiges Kasperltheater kommt frisch und frech daher“ (Die Presse)

Ein bisserl regieren halt

IRENE ZÖCH (Die Presse)

„Beim Gusenbauer“ treten Kasperlfiguren mit den Stimmen von „maschek“ auf.

Die Füße auf dem Schreibtisch, sitzt er etwas gelangweilt in seinem nagelneuen Büro: So richtig weiß Bundeskanzler Gusenbauer nicht, was er dort eigentlich mit seiner Zeit anfangen soll. Sein Wahlversprechen, endlich wieder einen Roten ins Bundeskanzleramt zu bringen, hat er schon erfüllt. Was nun? Auch die Suche nach einem griffigen Titel für des Kanzlers erste Autobiografie hat sich schnell erschöpft. Einziger Ausweg: „Ja, dann regier‘ ma halt mal ein bisserl.“

Nach „Bei Schüssels I + II“ hat sich das Trio „maschek“ – bestehend aus Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel – nun Alfred Gusenbauer in seinem neuesten politischen Puppenspiel in guter alter Kasperltheatermanier vorgeknöpft. In „Beim Gusenbauer. Willkommen in der Sandkastenrepublik“, das derzeit im Wiener Rabenhof-Theater zu sehen ist, werden die Regierenden konsequent durch den Kakao gezogen (Regie: Thomas Gratzer).

Den gelungenen Karikaturen von Österreichs Mächtigen – die Puppen wurden von Ana Maria Heigl nach Entwürfen Gerhard Haderers gestaltet – verleihen „maschek“ ihre Stimmen. Gusenbauer, Schüssel, Molterer & Co. werden von der Truppe des Original Wiener Praterkasperls bedient.

Schon zum Auftakt der Politsatire wird klar, wer im Kanzleramt heimlich die Fäden zieht. Wolfgang Schüssel hat keine Lust, Gusenbauer das schmucke Büro zu überlassen. Aus der verborgenen Dollfuß-Gedächtniskapelle flüstert er ihm Vorschläge ein und versetzt ihm notfalls einen Dolchstoß. Wenn Schüssel seine „Schweigenummer“ abzieht, dann kann der „lebende Kompromiss“ Gusenbauer nur klein beigeben.

Auch der bemitleidenswerte Wilhelm Molterer im Trachtenjanker, der es einfach nicht schafft, sich als die Zukunftshoffnung der ÖVP zu präsentieren, zieht Gusenbauer ständig über den Tisch. Michael Häupl konsultiert sowieso lieber Professor Zweigelt, wenn Gusenbauer nächtliche Verhandlungen mit „Barolo“ führt. Da müssen schon Übervater Bruno Kreisky und Gusenbauers Juso-Spiegelbild erscheinen, um den Kanzler an seine Prinzipien zu erinnern.

Worte mit Wiedererkennungseffekt

Verglichen mit den üblichen Kabarettprogrammen kommt das trashige Kasperltheater ziemlich frisch und frech daher. Mit zwei Mal 45 Minuten ist es zwar etwas lang geraten, einige Szenen könnten bedenkenlos weggelassen werden. Dass so manche Pointe etwas derb ist, damit ist bei einem Volksspiel zu rechnen. Wenn die Dialoge fallweise bekannt klingen, hat das einen Grund: Sie stammen von Gusenbauer höchstpersönlich. Die besten Geschichten schreibt halt doch die Politik – und umso absurder wirken die Geschehnisse der „Sandkastenrepublik“ dann auf der Guckkastenbühne.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 13.04.2007) © DiePresse.com

„Flugversuche – in den Orkus“ (Der Standard)

Flugversuche – in den Orkus
Bitterböse: Das Puppenspiel „Beim Gusenbauer – Willkommen in der Sandkastenrepublik“ im Rabenhof-Theater

Wien – Über Michael Häupl, von den Konferenzen mit Prof. Zweigelt ziemlich feist mit Doppelkinn gezeichnet, lässt sich trefflich lachen: Er hat zumindest sein sozialdemokratisches Herz am rechten Fleck. Alfred Gusenbauer hingegen, der den letzten Abend „mit dem Barolo“ verbrachte, lacht man unentwegt aus: Das Maschek-Trio zeichnet ihn im Rabenhof als VP-Zukunftshoffnung, die andauernd selbstverliebt über den Titel der ersten Autobiografie sinniert.

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„Premierenerfolg für Gusenbauer-Puppentheater“ (ORF Ö1)

Premierenerfolg für Gusenbauer-Puppentheater

Link zum Artikel und Radiobeitrag

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Redet drüber donnerstalks, anderweitig von der Seite angesehen


Der Standard, 4. April 2007

Beim Gusenbauer – Willkommen in der Sandkistenrepublik!

Ab 11. April im Rabenhof:

BEIM GUSENBAUER
Willkommen in der Sandkistenrepublik!

102 Tage Koalitionsgespräche und 90 Tage Regierung sind genug, ab 11. April ist Ende der Schonfrist!

Die Rabenhof-Puppen-Truppe Haderer-maschek.-Praterkasperl startet in die nächste Dimension: Obwohl Kreisky sich im Grab umdreht, gibt es eine neue Kanzlerwohnung, neue Puppen, neue Koalitionsprobleme! Oder bleibt bei der schwarzen Regierung mit rotem Kanzler doch alles beim Alten?

Wir wagen einen ersten Blick auf die neue Regierungstruppe: Ob Schüssels Erbe bereits verjuxt ist, die Jusos noch immer am Ballhausplatz demonstrieren, Gusenbauers Schlüsselministerien die Republik bereits umgebaut haben oder der Kinderspielplatztraum doch nur auf Sand gebaut war…

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„Neue Fairness: Gusi stiehlt nicht mehr“ (Der Standard)

Neue Fairness: Gusi stiehlt nicht mehr

Politsatire „Bei Schüssels II“ im Rabenhof: Mit Wolfgang Schüssel, weiterhin furzend – Neu dabei: HPM und Vera Russwurm

Wien – Auch wenn der Titel es suggeriert: Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt ist kein Sequel der erfolgreichen Rabenhof-Produktion, die im Februar zur Uraufführung gelangte. Das bitterböse Kasperltheater von Peter Hörmanseder und seinen beiden maschek-Kollegen wurde lediglich aktualisiert. Was zur Folge hat, dass der Plot etwas unlogisch ist.

Nach wie vor steigt Alfred Gusenbauer bei Schüssels ein, um Munition fürs Dirty Campaining zu sammeln, nach wie vor hält er es für ein Verbrechen, Rotwein am Häusl einzulagern, wo Andreas Khol hockt, und nach wie vor wird er abgewatscht. Er kommt aber nicht mehr ganz so schlecht weg: Zumindest die Szene, in der er dem Kanzler Geld stiehlt, wurde gestrichen.

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Sämtliche Beteiligte der Kasperlstücke

Mit:
maschek. –
Peter Hörmanseder
Ulrich Salamun
Robert Stachel

Puppenspiel:
Original Wiener Praterkasperl –
Thomas Ettl
Marcus Siebert

Idee & Regie:
Thomas Gratzer

Buch:
Peter Hörmanseder

Ausstattung:
Gerhard Haderer

Bühne:
Erich Sperger

Musik:
Eva Jantschitsch

Skulpturales Design & Puppenproduktion:
anaMaria Heigl

Dramaturgie:
Nora Hertlein
Roman Freigaßner
Matthias Jodl

Assistenz:
Nora Hertlein
Alexander Lugmayr

Puppenassistenz:
Sara Fazia Mercadante
Oliver Stangl

Technische Leitung:
Chris Thaler

Licht:
Harald Töscher

Ton:
Markus Urban

Bühnentechnik:
Christoph Bartsch
Thomas Ruzicka

Pfui gack! (‚Der Standard‘)

Pfui gack!
maschek und in der Nase und den Ohren popelnde Abgeordnete – Verkostete und entsorgte Gustostücke in „Dorfers Donnerstalk“

Nennen wir es einfach Synergie. Als DER STANDARD vor einiger Zeit in dieser Glosse anlässlich einer Live-Übertragung aus dem Parlament über in der Nase und den Ohren popelnde Abgeordnete schrieb (siehe dazu: Volksnahe Volksnase), meldete sich tags darauf einer der Herren von maschek und begehrte Auskunft darüber, wer denn die namenlos gebliebenen Volksvertreter gewesen seien und, noch wichtiger: Wann genau wurde das denn ausgestrahlt?

maschek sind jene drei Übersprecher, die, unter Kabarett gehandelt, etwa im ORF-Donnerstalk Archivmaterial des Fernsehens mittels Synchronisation eine Neudeutung angedeihen lassen – und das ziemlich gut.

Tatsächlich ließ sich der Zeitpunkt, an dem die ORF-Bildregie bei dieser mehrstündigen Übertragung hart und unbarmherzig auf die fehlende Kinderstube in manch schwarzen Reihen hielt, ziemlich exakt eruieren. Einige Wochen später kam erneut ein maschek-Mail, das – nicht ohne eine nicht nur zwischen den Zeilen herauszulesende Genugtuung – darüber Auskunft gab, dass man der Stellen fündig und ansichtig geworden sei, und – pfui gack, das ist ja wirklich ekelig – man werde das Material bei sich bietender Gelegenheit verwenden.

Diese Gelegenheit kam angesichts der herrschenden politischen Umstände nun relativ rasch, und so werden in der am Donnerstag ausgestrahlten Donnerstalk-Folge nämliche in Ohr und Nase vorgefundenen und anschließend verkosteten oder in den Saal entsorgten Gustostücke von maschek in neuer Form dargereicht werden. Mahlzeit!

(flu/DERSTANDARD; Printausgabe, 2.11.2006)

LINK

„Mein hölzernes Herz versprüht mehr soziale Wärme“ (Der Standard)

Wir waren mit den Puppen aus „Bei Schüssels“ zum Chat beim „Standard“ eingeladen.

Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt

Ab Sonntag im Rabenhof:
„Bei Schüssels II – Jetzt wird gewählt“

Wolfgang und Krista „Gigi“ Schüssel hatten im Frühjahr die europäische Polit-Elite zu Gast im bescheidenen Hietzinger Puppenheim. Nach Ende der österreichischen EU-Präsidentschaft geht unser Kasperltheater in die nächste Runde: „Jetzt wird gewählt“. Vera Russwurm, Hans-Peter Martin und Peter Westenthaler verstärken die Puppenmannschaft.

(Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: Wer „Bei Schüssels“ im Frühjahr schon besucht hat, kriegt die bewährtesten Ausschnitte nochmal und dazu jede Menge neue Szenen zu sehen.)

von und mit: maschek.
Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Ausstattung: Gerhard Haderer
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger
Skulpturales Design und Puppenproduktion: Ana Maria Heigl

Rabenhof, Rabengasse 3, 1030 Wien.
Premiere: 17. September 2006
Termine: 18., 19., 21,- 26., 28.-30. September 2006
13., 14., 21., 22., 23. Oktober 2006
Beginn: jeweils 20:00 Uhr
Preise: EUR 20,- / 10,-

„Besonders unerträglich“ (kabarett.at)

„Schräge Situationskomik und vordergründige Albernheiten ergeben noch keine abendfüllende Polit-Satire. Besonders unerträglich wird es, wenn ‚maschek.‘ verzweifelt versuchen, die Dialoge mit flachen Kalauern aufzupeppen.“ (kabarett.at / Peter Blau: Traurige Blähungen des Bundeskasperls)

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„Wie witzig: Schüssel furzt“ (Der Standard)

Wie witzig: Schüssel furzt

Kasperltheater für Erwachsene im Rabenhof: Die Gossip-Politsatire „Bei Schüssels“

Der Rabenhof erinnert sich einer Wiener Tradition – und macht ein Kasperltheater für Erwachsene. In der Gossip-Politsatire „Bei Schüssels“ erheitert aber nur das Krokodil: „Gusi“ als Volltrottel.

Wien – Wie es Bei Schüssels zugeht, ist schnell erzählt: Gigi macht Yoga und einen Aufstand, wenn ihr furzender Wolfi einen Boogie klimpert. Sie nennt ihn Zwerg, weil er gegen eine Familienaufstellung ist. Aber ob sie mit dem Andreas, der am Klo hockt, etwas hat, bleibt ungeklärt.

Die Nina Blum wird nur erwähnt, auch Sohn Daniel fehlt im trauten Heim. Der KHG jedoch kommt beichten, weil er in Brüssel einer Superreichensteuer zustimmte, die der Silvio nicht akzeptieren kann: Berlusconi taucht als Mafiapate bei Schüssels auf – und tauscht nebenbei Tirol gegen die Insel Lampedusa ein.

Überhaupt: Das Schlüssellochdrama von Peter Hörmanseder, der mit seinen beiden maschek-Kollegen das niedliche Puppenspiel im Rabenhof live synchronisiert, verhandelt eher große Politik denn innenpolitische Stricklieslgeschichten. Denn im kleinbürgerlichen Wohnzimmer des Kanzlers, von Erich Sperger liebevoll eingerichtet, geben sich Europas Mächtige die Klinke in die Hand.

Der dadurch geadelte Wolfi steigt, auch wenn er die Merkel für eine polnische Putzfrau hält, eigentlich gut aus. Zu gut sogar: Bei Schüssels liefert den schlagenden Beweis, dass der Kanzler Recht hat, wenn er schweigt. Denn jeder Konfliktpartner, egal ob Gigi oder Khol, zerbricht daran.

Auch der von Neid erfüllte, wegen seines Unvermögens flennende Gusi: Mit versteckter Kamera unter der Pelzmütze war er in die Wohnung eingedrungen, um sich Infos für den Wahlkampf zu verschaffen. Doch Überraschungsgast Wladimir hält den patscherten Lügner und dreisten Dieb für einen Terroristen. Und so ist Gusi auf die Hilfe des Kanzlers angewiesen, der Putin vom Abmurksen abhält: „Das ist mein Oppositionsführer! Den brauch ich noch!“

Diese Szene – Gusi, das Krokodil, versucht sich immer wieder zwischen Putin und Schüssel zu drängen und wird von beiden nebenbei ganz furchtbar abgewatscht – ist sicher der Höhepunkt der Politsatire: Auch wenn Regisseur Thomas Gratzer mit viel videotechnischem Aufwand Frank-Castorf-Theater im Mikroformat versucht, trägt der Plot keine 90 Minuten.

Viele Gags sind plump (Seipel will Gigis Opernballkleid als Vogelscheuche zur Bewachung der Saliera ankaufen) oder haben einen Bart. Die grandios gelungenen Puppen aber, angefertigt von AnaMaria Heigl nach Entwürfen von Gerhard Haderer, entschädigen für die Leerläufe. Und auch bei Wolfis Diashow – Putin winselt um Gnade – muss man lachen: Die Zeichnungen des Karikaturisten brauchen eben keinen Kommentar.

Von Thomas Trenkler
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.2.2006)

Link zum Artikel

BEI SCHÜSSELS – The Official European Puppet Porn

Ab 21. Februar im Rabenhof:

BEI SCHÜSSELS
The Official European Puppet Porn

von und mit maschek.

Eine Alt-Wiener Tradition wird im Erdberger Boulevardtheater wiederbelebt: Kasperltheater für Erwachsene.

Gerhard Haderer und maschek dringen – gnadenloser als die Yellow Press – in die Privatgemächer des österreichischen Schweigekanzlers vor. Als Stargäste haben sich neben Angela Merkel auch Silvio Berlusconi und Vladimir Putin bei Schüssels angesagt.

Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Ausstattung: Gerhard Haderer
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger
Skulpturales Design & Puppenproduktion: Anamaria Heigl

„Blaue Wunder, schweigende Wälder“ (Der Standard)

Von Christian Schachinger (Der Standard, 16. Februar 2006) (LINK zum Artikel)

Blaue Wunder, schweigende Wälder
Die Kabarettisten maschek. deuten im Kasperltheater „Bei Schüssels“ das Privatleben unseres Bundeskanzlers

Wien – Die entscheidende Frage lautet nicht, ob der österreichische Bundeskanzler witzig ist. Noch für jeden, der sich in die Auslage stellt, hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte jemand gefunden, der das zum Zerkugeln findet. Die weitaus interessantere Frage lautet laut Peter Hörmanseder: „Worüber lacht Schüssel? Wer das weiß, gewinnt eine Eintrittskarte.“

Noch präziser formuliert: Wie weit kann man gehen, und Wolfgang Schüssel lacht noch immer? Immerhin versteinern selbst langgedienten Politprofis in der ersten Reihe beim Villacher Fasching regelmäßig die nach oben gezogenen Mundwinkel.

Tiefe Witze

Freilich ist es so, dass das Wiener Trio maschek. im Gegensatz zu den Kärntnern definitiv die besseren, manchmal aber auch ebenso tiefe Witze zu bieten hat. Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel kommen aus dem beinharten Geschäft der Fernsehnachrichten. Und dort, wo man in der inszenierten Realität traditionell immer schon nach der Wahrheit graben musste, wird es schnell einmal abgründig.

Mit Programmen wie maschek.redt.drüber und zuletzt dem brüllend komischen The Great Television Swindle stellten die drei Mittdreißiger einer tieferen Wahrheit hinter bekannten Nachrichtenbildern nach, indem sie diese neu montierten und mit neuen Dialogen und Texten versahen. Einer breiteren Öffentlichkeit dürften die bekennenden Fernsehsüchtigen (Mach dein Hobby zum Beruf!) dank ihrer regelmäßigen Gastrolle bei Alfred Dorfers Donnerstalk auf ORF 1 unvergesslich sein. Immerhin handelt es sich bei maschek. um das einzig witzige Element dieser Sendung.

Kasperltheater

Man erinnert sich etwa mit Freuden an die wunderbare filmische Neuanordnung, wie Benita Ferrero-Waldner beim Münzwerfen gegen Heinz Fischer das Bundespräsidentenamt verliert, obwohl ihr ORF-Münzwerfer Elmar Oberhauser unerlaubt, aber hartnäckig zu helfen bereit ist.

Im nächste Woche im Wiener Rabenhof Premiere feiernden Stück Bei Schüssels verlassen maschek. jetzt erstmals ihr gewohntes Terrain eines technisch aufwändigen Multimedia-Kabaretts. Sie begeben sich auf Anregung und unter der Regie von Rabenhof-Chef Thomas Gratzer nach dem Text von Peter Hörmanseder auch tatsächlich ins Theater – und zwar in jenes, wo der Kasperl das Sagen hat.

Die altehrwürdige Wiener Tradition des Kasperltheaters wird für jung gebliebene Erwachsene wiederbelebt. Und weil die heute alle Denglisch reden und im Internetz surfen, hat das Stück den unglaublich fetzenden Untertitel The Official European Puppet Porn beigestellt bekommen. Die Gestaltung der Puppen kommt vom Linzer Cartoonisten Gerhard Haderer, gespielt werden sie von den Fachleuten vom Original Wiener Praterkasperl. maschek.redt.drüber wie gewohnt: „Es ist ein bösartiges Herumspielen…“

Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel alias maschek. lassen „Bei Schüssels“ die Puppen tanzen: „Wenn Schüssel unter seiner Kleinheit leidet, leidet die Puppe natürlich noch viel mehr.“

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, so wie ihn Cartoonist Gerhard Haderer für das Wiener Rabenhoftheater als Titelheld des Kasperltheaters „Bei Schüssels“ entworfen hat.

Peter Hörmanseder: „Bei Schüssels beschreibt das Privatleben von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Es ist ein bösartiges Herumspielen mit allen mit ihm verbundenen Klischees.“

Robert Stachel: „Es ist klassisches Boulevardtheater. Tür auf, Tür zu. Es wird viel hin und her gerannt: ein Raum, vier Türen, ein Fenster.“

Ulrich Salamun: „Alles wird bespielt!“

Die ersten Proben dienten erst einmal dazu, dass man sich angesichts der lebensnah überzeichneten Puppen vor lauter Lachen wieder fasst.

Stachel: „Die Figuren haben recht schnell ein Eigenleben entwickelt. Wir reden bei den Proben längst mit den Puppen und nicht mit den Puppenspielern. Solange Schüssel so klein bleibt, finde ich ihn echt sympathisch. Dieser Pennälerhumor und dieses Pennälervokabular, das er hat.“

Salamun: „So wie du!“

Hörmanseder: „Die Puppe Schüssel ist ein richtiges Zniachterl und ein Kriacher. Die Puppe ist nicht kleiner als die anderen, wird aber von den Puppenspielern kleiner gespielt. Sie fürchtet sich vor allem und jedem und ist ein echtes Weh. Wie ein Vierjähriger. Schnauze offen und dann: Mama! …

… ,Bundeskanzler Wolfgang Schüssel‘ hat natürlich mit der realen Person absolut nichts zu tun, weil das ja gar nicht zusammengehen würde. Es wäre auch unmöglich, ein Stück herunterzuklopfen, wenn einem die Titelfigur total unsympathisch ist. Man muss eine Mischung finden, die Puppe Schüssel drollig finden, aber dann auch zum Idioten machen.“

Im Rahmen von im Hause Schüssel vorbeischauenden Figuren wie „Silvio Berlusconi“ oder „Andreas Khol“ wird hier nicht die große Welt der Politik nachgestellt. Schon eher geht es ohne Botschaft und Moral, dafür mit reichlich Gelegenheit für unterstützendes Geschrei aus dem Publikum („Wolfi, nicht da hineingehen, da ist der Karl Heinz!“) um kleine alltägliche Probleme bei Kanzlers.

Ob es denn aus dem Kanzleramt schon besorgte Anfragen gegeben habe?

Stachel: „Schweigen im Walde! Der sagt ja sonst auch nie etwas. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich der Alfred Gusenbauer einen netten Abend bei uns erwartet. Aber der wird dann auch sein blaues Wunder erleben!“

Wiederaufnahme ab 26. 10. 2005 – „The Great Television Swindle“ weitere 14 mal im Rabenhof

Neben unserer Mitarbeit an „Dorfers Donnerstalk“ bleibt uns gerade genug Zeit, um unseren „ohne Schielen auf Retro-Mehrwert gestalteten Exkurs ins ‚elektronische Gedächtnis‘ der Zweiten Republik“ (der Standard) noch ein paar mal zu geben.

Zum Swindleinhalt: Dass man das Fernsehen „den Roten überlassen“ könne, stellte sich schon nach kurzer Zeit als fatale Fehleinschätzung der schwarzen Politik heraus. Der Kampf der ÖVP um die Rückeroberung des österreichischen Fernsehens konnte erst 2000 gewonnen werden, die TV-Geschichte vorher war nur selten im Sinne der Volkspartei geschrieben worden. Damit seine Gesinnungsgemeinschaft im „elektronischen Gedächtnis der Nation“ (Monika Lindner über das ORF-Archiv) nachträglich in ein besseres Licht gerückt wird, beauftragt Wolfgang Schüssel nun die Medienagentur maschek, die Irrtümer der Geschichte zu retuschieren – nein, zu korrigieren. Und wir nehmen dankend an.

Termine:
MI/DO/FR/SA, 26. bis 29. Oktober
FR/SA, 4. und 5. November
MI/DO/FR/SA, 9. bis 12. November
FR/SA, 18. und 19. November
FR/SA, 25. und 26. November

immer um 20 Uhr
im Rabenhof Theater.
Rabengasse 3, Wien 3. Karten: 01/7128282

‚Die Zeros-Show 2000-2009‘ (in der Fassung von 2005)

Die Original Wiener Stegreifbühne, vormals Tschauner, schiebt zwischen „Mei Susi die Sau“, „Urschi der Milionentrampel“ oder „Blasi die Sexbombe“ noch zwei Termine für die „Die Zeros-Show“ ein. Das ist Retro im Futur exakt: Aus dem Jahr 2015 blickt der nunmehrige ORF-Generaldirektor Elmar Oberhauser auf unsere Jetztzeit zurück.

Wie Hannes Kartnig das Finanzressort übernimmt, nachdem er wegen Krida eingesessen ist (nicht wegen ”fahrlässiger”, sondern ”bewaffneter Krida”), oder wie Stardirigent Seiji Ozawa Verteidigungsminister wird, weil er ja schon in den 80er Jahren als ”Mecki-Igel” Werbemaskottchen des Bundesheeres war – das sieht aus wie eine Opernball-Übertragung, aber es klingt in der Nachvertonung von maschek ganz nach jener Selbstabschaffung von Demokratie, die uns so getaugt haben wird. (Drehli Robnik)

Und wers schon kennt: Für die Wiederaufnahme haben wir die Zeros-Show aufgepäppelt und auf den neuesten Stand der Geschichtsfälschung und -vorhersehung gebracht. Wer alle Unterschiede findet, hat gewonnen!

Mittwoch, 22. Juni 2005, 19:30 Uhr
und Donnerstag, 23. Juni 2005, 19:30 Uhr

Original Wiener Stegreifbühne Tschauner, Maroltingergasse 43, Wien 16.

Das TV-Täuschungsmanöver (Der Standard)

Der Standard, 10. Jänner 2005

Das TV-Täuschungsmanöver

Das 50-Jahr-Jubiläum des heimischen Rundfunks ist ein weiterer Bezugspunkt für einen, allerdings gänzlich ohne ein Schielen auf Retro-Mehrwert gestalteten Exkurs ins „elektronische Gedächtnis“ der Zweiten Republik und für „Impro-Theater“ à la maschek. Das Nachsynchronisieren ist ins Programm integriert. Längst sind daraus pointierte akustische Gefüge entstanden, bei denen sich etwa aus bestechender Lautmalerei langsam Worte, Sätze schälen, bevor Stimmen zu sich finden und uns ihre Frohbotschaft verkünden.
(Isabella Reicher)

LINK 1
LINK 2

Was wir lesen und was nicht

Was wir lesen und was nicht (erschienen in Datum 1/04) (mehr …)

beatzentrale

Samstag, 1. November, im Mezzanin in Wien 16: beatzentrale mit maschek und dem Film „the italian job“. Davor & danach: DJs Le flic, Projekt Proyer, Toni Maroni

Fixgröße im Wiener Stadtleben (Online-Standard)

Online-Standard, 31. 10. 2003

maschek und ein „italienischer Job“

Wie auch aus der Coverstory des dieswöchigen „Falter“ ersichtlich, hat sich das Entertainer-Trio maschek mit ihren skurill-intelligent improvisierten „Nachsynchonisierungen“ von Fernsehmomenten zu einer Fixgröße im Wiener Stadtleben entwickelt.

Reden wir drüber (Andrea Dusl, Falter)

FalterUnd immer sind es saubere Plots, clever gesetzte Gags und die ungeheuerliche Absurdität des Original-Bildmaterials, die nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich auf die andere, die Maschekseite führen. […] Weil es ganz sicher nicht Kabarett ist, woran sich die drei Herren von der anderen Seite abarbeiten, darf mit einiger Sicherheit die These aufgestellt werden, maschek habe mit dem Drüberreden überhaupt ein neues Genre entwickelt. Wenn Fernsehen die Frage war, dann sind maschek die Antwort.
(Andrea Maria Dusl) (mehr …)

unangefochten (Der Standard)

Der Standard, 19./20./21.4.2003

Armes Sparprogramm

„Das Nachsynchronisieren eigenen Archivmaterials erfreut sich derzeit im ORF allgemein großer Beliebtheit. […] wurde vergangenes Wochenende das anstehende Casting für Starmania – Next Generation mittels nachsynchronisierter Opernballausschnitte persifliert. Was haben wir gelitten. Und uns gedacht: Drei Synchronsprecher namens maschek (maschek.org) bleiben auf diesem Feld die unangefochtenen Sieger.“

Liebe JungwählerInnen!

Liebe JungwählerInnen! Am 24. 11. tut man ja eigentlich bei den Eltern bleiben und das Wahlergebnis anschauen. Ihr könnt aber auch aus dem Haus schleichen und ab 15.30 im Rabenhof gemeinsam mit maschek., Florian Scheuba und Thomas Maurer, den Roth-Zwillingen, Fritz Ostermayer und poeter C. siegl dem Moment entgegen- bzw. hinterherfeiern, in dem Josef Broukal gesagt hätte: „Kein Stein bleibt auf dem anderen“.
Mehr dann bitte hier nachlesen in den Terminen.
Nach letzter Meldung geniessen Sie und wir am Sonntag auch Polizeischutz.

Der graue Star II – Die Wehrmacht

Der Vollständigkeit halber, eine kurze Aufzählung der Festivalteilnahmen dieses klitzekleinen Filmes: Diagonale 01, Berlin-transmediale/videofest02, Viper 2001, Regensburger Kurzfilmwoche 01, Video Edition Austria 01, VideoEx Zürich 2002, Cinematexas Festival, Viennale 02(Selbsteinladung!), Karlsruhe 2002 – Internationaler Medienkunstpreis.
Demnächst sei Virgil Widrich in punkto Festivalteilnahmen überholt!
Oder zumindest eine Romy hätten wir gerne, bitteschön.
Gut gemacht, Sixpack!

Viennale-Eröffnung in politischem Umfeld (Der Standard)

Der Standard, 22.10.2002

Viennale-Eröffnung in politischem Umfeld

Einen letzten satirischen Beitrag vor dem Eröffnungsfilm lieferte die Peformance-Truppe Maschek mit einem Fake-Video, einer synchronisierten Übertragung der TV-Preisverleihungs-Show „Dokefa“ – der Abkürzung für „der ORF kauft einen Film an“ – in der Bundespräsident Thomas Klestil schließlich als Sieger Joe Zawinul als Franz Antel für seine verharmlosenden filmischen Wehrmacht-Erinnerungen auszeichnet.

LINK

keine Erklärungen (Der Standard)

Der Standard, 8.6.2002

Franzobels Funken der Hoffnung

Der Bundespräsident tritt bei „Vera“ zurück. Udo Jürgens singt dazu „Alle Menschen san mir z’wider“. Jörg Haider ist nur ein „Arabia“-Cafétier im „Kärntnerischen“: Wer Donnerstagabend im Gartenbaukino Zeuge der Neuvertonung von TV-Nachrichtenbildern durch die Künstlergruppe Maschek (www.maschek.at) war, brauchte dazu keine Erklärungen. … (rott)

Spaßfraktion (Der Standard)

Der Standard, 8.6.2002

Ein Fest für den Prediger

„Patriotistische TV-Beobachtungen“, wie sie die Spaßfraktion von Maschek für ihn heute vorgesehen hat, sollten ebenfalls hinterfragt werden, erscheinen sie doch bei einem sensibel-ernsthaften Wesen wie ein Spaziergang auf dünnem Eis. (flu)

ziemlich spaßig (Der Standard)

DER STANDARD, 18. Mai 2001

AUFTRITT

Die Herren auf obigem Foto haben wirklich viel zu tun: nämlich „maschek“ – was, bitte schön, keine Kabarett-Gruppe ist. „maschek“ … machen so ein ziemlich spaßiges Unterhaltungsprogramm.

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Spassfraktion der Found-Footage-Avantgarde, Bildungsflügel der Retro-Kultur (Drehli Robnik)

DIAGONALE-KATALOG 2001

Drehli Robnik über maschek.

Bildungsanspruch, Hang zur Fälschung ohne Trennschärfe zum Ernstgemeinten, Hassliebe zur österreichischen Kultur und Geschichte. … Spassfraktion der Found-Footage-Avantgarde, Bildungsflügel der Retro-Kultur.

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den ORF-Verantwortlichen gottlob noch entgangen (Der Standard)

DER STANDARD (17. 12. 1999)

Nachdenk-Pause

Es kann doch nicht angehen, dass man tatsächliche Hoffnungsträger wie Projekt X oder Stermann/Grissemann oder – den ORF-Verantwortlichen gottlob noch entgangen – Maschek durch unsägliche Kollaborationen mit diversen Hektikern straflos beschädigt.

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Volks- und Herzensbildung mit „Maschek“ (Der Standard)

DER STANDARD (6. 11. 1999)

Spaß und Senilität: Volks- und Herzensbildung mit „Maschek“

Maschek ist etwa die Erfahrung, die man macht, wenn man nach sehr viel Konsum von Loriot keine Cartoons oder Sketches mehr sehen kann, aber ein gewisses Unbehagen an den Schwafeleien des Alltags in die aktuelle Medienwelt mitgenommen hat.
(Claus Philipp)

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SCAN

Le Placard

Eine dezente Fotostrecke findet sich hier.