„Staubwolke Grosny“ – ein Videopalindrom

„Staubwolke Grosny“ – ein Videopalindrom. maschek, 2003. 6 Minuten.

Am 13. April 2003 wurden die beiden Wohnhochhäuser am „Harter Plateau“ in der Nähe von Linz gesprengt. Die „größte Hochhaussprengung, die je in Europa stattgefunden hat“ (orf.at) wurde vom ORF Oberösterreich in einer Sondersendung live übertragen.

maschek hat das Material zu einem 6 Minuten langen „Videopalindrom“ verdichtet. Die ersten 2:40 Minuten laufen vorwärts, die letzten 2:40 Minuten rückwärts. In der Mitte ist – nochmals gegenläufig geschnitten – die Sprengung selbst zunächst verkehrtrum und dann richtig zu sehen.

Die erste Hälfte wird durch Drüberreden zum von „Red Bull“ gesponserten Mega-Event „Linzer Staubwolke“, deren Höhepunkt die Installation „Erection“ von „Gelatin“ ist, in der sich eine gigantische Wolke aus von der TU entwickeltem intelligenten Staub zu einer Skulptur verdichtet.

In der zweiten Hälfte sehen wir die gleichen Bilder und hören dazu den Originalton des ORF, alles umgekehrt abgespielt. Die Aufnahme wird zum Liveeinstieg in den russischen Nachrichtensender „CCP“. Der Off-Kommentar aus Österreich erklärt, dass wir hier einen Terroranschlag sehen, der sich vor wenigen Minuten in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny ereignet hat.

(noch) nicht online.