Futkarli

Heute Mittwoch um 20 Uhr im Rabenhof wird die seltene Gelegenheit geboten, das „hohe C unter den B-Movies“ zu sehen, die 1970 auf der Akademie der Bildenden Künste entstandene Filmsynchronisation „Futkarli“.

„Den Begriff hatte ein gemeinsamer Freund von einem Taxifahrer gehört. Fut-Karlis oder F-Karlis waren also Typen denen das ‚Weiterkommen‘ wichtiger war als die eigene Würde oder die der Anderen.“ (Thomas Stimm)

Wir als maschek haben die große Freude, ein paar einleitende Worte drüberzureden und anschließend „Futkarli“ in einer neuen digitalen Kopie von noch nie da gewesener Brillianz zu präsentieren.

FUTKARLI
Wien, 1970

Originalfilm:
„Rhythmus der Nacht“/“Boite de nuit“, Frankreich, 1951.

bearbeitet und synchronisiert von Leopold Redl, Thomas Stimm, Christl Jostal, Barbara Poche und Ernst Novak

Der Film behandelt Kurtls unermüdlichen Kampf gegen die Chefs und Futkarlis. Oft bis an den Rand der Legalität gedrängt öffnet sich letztlich doch der Weg zur Freiheit.

Dieser französische Kolportagefilm aus den frühen 50-er Jahren wurde 1970- von Studenten und Studentinnen der Akademie der bildenden Künste in Wien einer radikalen Synchronisierung unterzogen. Ohne Rücksicht auf Lippenbewegung und im Extremfall sogar auch auf den Handlungsverlauf. Vor unseren Ohren schält sich ein Film aus dem Film und zwei, drei Botschaften aus der Zeit der Studentenbewegung, die 1971 besonders in der Meisterklasse von Roland Rainer zu Protesten, Streiks und wilderen Aktionen führte. In der gegen die monopolisierten kommerziellen Wenzel Lüdeckesychrone gerichteten Übersetzung des Filmes „Rhythmus der Nacht“ werden Tabus gebrochen, die es damals noch gar nicht gab.